Kubicas Genesung macht Fortschritte: Pole kann kleine Handbewegungen ausführen

Ärzte über Formel-1-Star: Patienten selten so stark Weitere Operationen noch diese Woche notwendig

Kubicas Genesung macht Fortschritte: Pole kann kleine Handbewegungen ausführen © Bild: Reuters

Die Genesung des verunglückten Formel-1-Piloten Robert Kubica macht weitere Fortschritte. Die Entwicklung des 26-Jährigen sei ausgezeichnet, erklärte der Chef der Intensivstation des Krankenhauses in Pietre Ligure, Giorgio Barabino. Kubica könne essen und trinken. Er sei auch in der Lage, kleine Handbewegungen auszuführen.

 Der Pole solle aber weitere 48 bis 72 Stunden auf der Intensivstation bleiben, kündigte der Mediziner an. Weitere Vorhersagen seien schwierig, meinte Barabino. "Eine partielle Heilung sei in wenigen Monaten möglich", sagte er. "Wir werden sehen, ob er die vollständige Funktionalität seines Arms und seiner Hand erreichen kann." Um dies zu erreichen, dauere es aber wohl bis zu einem Jahr. Sicher sei aber eines: "Es ist schwer, einen Patienten zu finden, der so stark ist."

Weitere Operationen noch diese Woche
Kubica benötigt noch weitere Operationen, die noch diese Woche durchgeführt werden. Laut einer Information des Lotus-Renault-Teams wird der Pilot am Donnerstag an der rechten Schulter und am rechten Fuß operiert. Drei oder vier Tage später erfolgt dann noch ein Eingriff an einem Ellbogen.

   Kubica hatte sich bei einem Rallye-Unfall schwere Verletzungen am rechten Unterarm und der rechten Hand zugezogen. Er erlitt zudem Brüche am Ellbogen- und im Schulterbereich, auch sein rechtes Bein wurde verletzt. Vor allem aber die Beschädigungen an Nerven und Sehnen am Arm machten den Medizinern zu schaffen. Kubica war insgesamt sieben Stunden operiert worden.

Fall für die Justiz
Unterdessen haben die italienischen Justizbehörden eine Untersuchung wegen des Unfalls in die Wege geleitet. Der Staatsanwalt der ligurischen Stadt Savona hat die Beschlagnahmung von Kubicas Skoda Fabia angeordnet. Die Ermittlungen wurden auch aufgrund der Aussagen von Jakub Berger, dem Beifahrer Kubicas, in die Wege geleitet. Dieser hatte die Sicherheitsstandards im Rallye-Sport kritisiert.

(apa/red)