Kubaner-Konten-Debakel bei BAWAG: Bank sucht um US-Ausnahmegenehmigung an

100 gekündigten Kunden hilft das nur mehr wenig

Nach dem Wirbel um die von der BAWAG gekündigten Kubaner-Konten sucht die Bank nun bei den US-Behörden um eine Ausnahmegenehmigung an. Das "Office of Foreign Asset Control" (OFAC) könne derartige Ausnahmegenehmigungen erteilen, wie die Bank entdeckt hat. "Wir werden um eine solche Ausnahmegenehmigung ansuchen, das ist keine Frage", sagte ein BAWAG-Sprecher.

Den rund 100 kubanischen Staatsbürgern, denen die BAWAG die Bankverbindung aufgekündigt hatte, werde dieser Schritt aber nicht mehr helfen. Denn das Verfahren in den USA dauere ca. zwei Jahre, berichtet der "Kurier". Die Ausnahmegenehmigung werde ausländischen Tochterfirmen von US-Unternehmen erteilt. Die BAWAG, die vom US-Fonds Cerberus übernommen wird, werde nun beim US-Finanzministerium um eine solche Ausnahme ansuchen.

(apa/red)