Krokodil in Kärnten von

Drau-Abschnitt für Suche gesperrt

Suche läuft auf Hochtouren - für die Expertin ist die Existenz des Reptils so gut wie fix

Krokodil in Kärnten - Drau-Abschnitt für Suche gesperrt

Die Suche nach dem von zwei elfjährigen Kindern gesichteten Krokodil in der Drau bei Sachsenburg ist inzwischen voll angelaufen. Der betroffene Abschnitt des Flusses wurde gesperrt, Reptilienexpertin Helga Happ sagte nach einem Lokalaugenschein mit Polizei und Bezirksverwaltung, eine groß angelegte Suchaktion von Wasserrettung, Feuerwehr und der Polizei samt Hubschrauber sei eingeleitet worden.

Auch mit zwei Fleischködern versucht man, das Phantom-Reptil zu fangen, bestätigte die Polizei der APA. Das Sperrgebiet betrifft das Fischereirevier von FPK-Chef Kurt Scheuch.

Falls tatsächlich ein Krokodil die Drau unsicher macht, "wird es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Sonne legen und wäre dann leicht zu entdecken", glaubt Happ. Dass es das Reptil in Kärnten gibt, ist für die Expertin mittlerweile so gut wie fix. "Für mich waren die Kinder glaubwürdig", sagte sie nach einem Gespräch. Während die Schuhe des Mädchens Spuren aufwiesen, die von Bissen stammen könnten, seien die Schuhe des Burschen ganz weg. Happ sagte, dass von einem Schuh zunächst noch die Hälfte übrig gewesen sei, der Bub diesen aber am Mittwoch aus Ärger in den Fluss geworfen habe. Die Bissspuren an den vorhandenen Schuhen hatte die Expertin am Vormittag mit mitgebrachten Krokodil-Zähnen verglichen und zeigte sich vom Resultat überzeugt.


© Bild: APA/Riebler
Happ vergleicht die Bissspuren an der Sandale mit einem mitgebrachten Krokodilzahn

"Achtung, Krokodil"
Bei dem Tier - die Kinder hatten es als 1,5 bis zwei Meter lang beschrieben - könnte es sich laut der Reptilienexpertin um ein Afrikanisches Sumpf- oder ein junges Nil-Krokodil handeln. Die Sperre des betroffenen Drau-Bereichs muss laut Bezirkshauptmannschaft von der Gemeinde mit "Achtung Krokodil" bzw. "Betreten verboten"-Schildern ausgewiesen werden. Einige Passanten mussten schon aufgefordert werden, den Bereich zu verlassen, sagte Bezirkshauptmann Klaus Brandner zur APA. Für ihn ist mittlerweile erwiesen, dass es das Krokodil in der Drau gibt. Er sagte: "Es braucht niemand Angst haben, man braucht einfach nicht zum Wasser gehen."

Das Krokodil gilt allgemein als ein gefährlicher Räuber. Die Tiere töten ihre Opfer, indem sie sie im Uferbereich schnappen und dann unter Wasser ziehen, um sie zu ertränken. So können Krokodile auch Tiere, die wesentlich größer als sie selbst sind, erlegen. Im gegenständlichen Fall haben sich die Kinder laut Happ vollkommen richtig verhalten, indem sie Abstand gehalten und dann weggelaufen sind.


Größere Kartenansicht

Kommentare

Oliver-Berg

Liebes Krokodil... bitte zeige Dich nicht in der Sonne sondern halte Dich versteckt und friß dem FPK-Chef Uwe Scheuch alle seine Fische auf bevor Du Dich fangen lässt. Danke

Seite 1 von 1