Kroatien logiert bei EURO im Burgenland:
Gruppengegner wohnt in Bad Tatzmannsdorf

Markovic: "Wir haben eine starke und qualitative Elf"

Das kroatische Nationalteam wird sich ab 3. Juni im burgenländischen Kurort Bad Tatzmannsdorf auf die EURO 2008 vorbereiten. Dies bestätigte der Generalsekretär des kroatischen Fußball-Verbandes, Zorislav Srebric, bei einer Pressekonferenz im Hotel "Avita", wo das kroatische Team logieren wird. Landeshauptmann Hans Niessl äußerte "Riesenfreude", dass eine "Fußball-Weltmacht" wie Kroatien im Burgenland zu Gast sein wird.

Vlatko Markovic, Präsident des kroatischen Fußball-Verbandes, zeigte sich "glücklich". Ob der Jahrhunderte alten Verbindungen sei es "selbstverständlich", dass Kroatien im Burgenland sein werde. Selbst wenn Kroatien seine EM-Spiele in der Schweiz ausgetragen hätte, wäre das Camp im Burgenland aufgeschlagen worden, versicherte Markovic. "Wir haben eine starke und qualitative Elf", betonte der ehemalige Rapid-Trainer.

Die Nationalmannschaft setzt sich aus etwa 17 Spielern zusammen, die aus Bosnien stammen, schilderte Markovic, selbst ein bosnischer Kroate. Vor allem seien dies sogenannte Gastarbeiter-Kinder, insbesondere aus Deutschland und der Schweiz. "Hätten wir diesen Teil unseres Volkes nicht, hätten wir Probleme."

Markovic kündigte riesiges Interesse an: "Wir würden etwa 50.000 Karten für jedes Spiel brauchen". "Wir werden mit der Gastfreundschaft sicher sehr zufrieden sein. Es tut mir nur leid, dass wir das erste Spiel gegen Österreich (8. Juni) spielen." Er werde dem ÖFB-Präsidenten Friedrich Stickler und seinen anderen österreichischen Freunden "dasselbe wünschen, was sie uns wünschen", sagte Markovic mit einem Schmunzeln.

"Ich freue mich sehr, dass die Kroaten im Burgenland sein werden und ich hoffe, dass sie hier möglichst viele Wochen verbringen werden", sagte Niessl. Das Burgenland wolle für Kroatien ein genauso guter Gastgeber sein wie für das österreichische Team, das im nur 25 km entfernten Stegersbach seine Zelte aufschlagen wird. In dieser Hinsicht sei das Burgenland schon vor der EM ein "großer Sieger". Das Land werde sich von seiner besten Seite präsentieren und sicherlich auch nachhaltig profitieren. Die EM werde für ganz Österreich eine "ganz große Herausforderung".

Peter Prisching, Hoteldirektor von "Avita", sprach von einem "Meilenstein im Leben," und einer "Sensation für Land, Region und Ort". Man werde alles unternehmen, damit sich das kroatisches Team in Bad Tatzmannsdorf wohlfühlt. Prisching kündigte an, von Wien zu Fuß nach Hause gehen zu wollen, sollte Kroatien Europameister werden.

In Bad Tatzmannsdorf stehen dem kroatischen Team in der "Fußball-Arena" ein Rasenplatz und ein Kunstrasenplatz der neueren Generation (Prisching: "Einzigartig in Österreich") zur Verfügung. Vorbereiten wird sich das Team auch in Oberwart.

(apa/red)

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