Kritik an Werner Mück wird wieder lauter: Grüne und Gastinger gegen Chefredakteur

Ministerin: Mück-Bericht fließt in Entscheidung ein

Knapp vor der ORF-Wahl am kommenden Donnerstag verschärft sich die Kritik an ORF-Chefredakteur Werner Mück. Die stv. Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, hat in Sachen ORF und "frauenverachtenden Äußerungen des ORF-Chefredakteurs" am Freitag erneut Konsequenzen gefordert. Indirekten Rückenwind bekam sie dabei vom BZÖ und zwar von Justizministerin Karin Gastinger.

Die Ministerin ließ der APA über ihren Sprecher ausrichten, dass der Bericht der Untersuchungsgruppe und die darin "angeführten frauenfeindlichen Tendenzen innerhalb mancher Bereiche des ORF auch dazu führen werden, dass die BZÖ-Stiftungsräte sehr sorgfältig überlegen, für wen sie ihre Stimmen abgeben". Mück wird als möglicher Informationsdirektor unter einer ORF-Generaldirektorin Monika Lindner gehandelt.

Gegen Aussagen von Kurt Bergmann, Leiter des ÖVP-"Freundeskreises" im ORF-Stiftungsrat, setzte sich unterdessen der Grüne Stiftungsrat Pius Strobl zur Wehr. Laut Bergmann ist ORF-Chef Alexander Wrabetz, der im Moment als Favorit für die ORF-Wahl gilt, ein parteipolitischer Kandidat und seine Kandidatur solle ausschließlich Bundeskanzler Schüssel schaden. Strobl: "Tatsächlich hat in der Geschichte des ORF noch nie ein Kandidat so eine breite Unterstützung wie Wrabetz erhalten.". Bergmanns Äußerungen würden dessen Geisteshaltung entlarven, "die als selbstverständlich ansieht, dass der ÖVP-Parteiobmann als wahrer Eigentümer des ORF zu betrachten sei".(apa)