Krisensitzung soll jetzt Osteuropa retten:
Finanzexperten von IWF und EBRD in Wien

Drastische Verschlechterung der Wirtschaftslage Zahlungen des IWF und Unterstützung der EU

Krisensitzung soll jetzt Osteuropa retten:
Finanzexperten von IWF und EBRD in Wien © Bild: APA/DPA/Rössler

Die Krise wurde lange Zeit in Osteuropa unterschätzt. Man dachte, man könne sich noch irgendwie hinüber retten. Doch dann schlug das Probelm fehlender Refinanzierung mit umso größerer Härte zu. Nach der Reihe mussten einige Staaten zum IWF betteln gehen. Nun soll eine kleine Finanzgipfel in Wien die Situation klären. Nicht nur Weltbank und EBRD sind gefragt, auch die EU und EZB wurden auf den Plan gerufen.

Über Finanzhilfen für die angeschlagenen Volkswirtschaften in Mittel- und Osteuropa beraten im Finanzministerium in Wien Experten von Internationalem Währungsfonds, Europäischer Entwicklungsbank und österreichischer Regierung.

Krisensituation in Osteuropa
Die wirtschaftliche Situation in den meisten osteuropäischen Staaten hat sich in den vergangenen Wochen - analog zur Entwicklung in Westeuropa - noch einmal drastisch verschlechtert. Ende vergangenen Jahres war in den meisten Prognosen noch angenommen worden, dass der Großteil der osteuropäischen Staaten trotz der Krise 2009 noch leicht wachsen würde. Jetzt rutschen jedoch mehr und mehr Länder in die Rezession, vor allem weil die Exporte nach Westeuropa stärker schrumpfen als angenommen.

Auf der Tagesordnung des Wiener Treffens stehen nicht nur mögliche neue Zahlungen des IWF. Ungarn, die Ukraine und Lettland haben bereits milliardenschwere Hilfspakete des Internationalen Währungsfonds bekommen. Diskutiert wird auch die Unterstützung durch die Europäische Union und die Europäische Zentralbank.
(apa/red)