Krise im Sudan von

Clooney will helfen

Hollywood-Star engagiert sich politisch und warnt vor humanitärer Krise

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    Hollywood-Star George Clooney warnt bei einer Anhörung im US-Senat vor einer humanitären Krise im Grenzgebiet des Sudan.

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    Danach ist er Gast bei einem Dinner im Weißen Haus. Anlass dafür ist der Staatsbesuch des britischen Premiers David Cameron. Hier unterhält sich der Oscar-Preisträger gerade mit First Lady Michelle Obama.

Die humanitäre Lage im Grenzgebiet zwischen dem Sudan und dem Südsudan spitzt sich wegen immer neuer Gewaltausbrüche in der Region weiter zu. Nach Angaben von Hilfsorganisationen haben seit vergangenem November 80.000 Menschen aus dem umkämpften Bundesstaat Blue Nile in zwei Lagern in einer entlegenen Region des Südsudans Zuflucht gesucht. Auch in anderen Bundesstaaten ist die Lage ähnlich, viele mussten ihre Heimat verlassen oder sind als Binnenvertriebene auf Unterstützung angewiesen. Hollywood-Star George Clooney setzt sich für die Homo-Ehe ein, aber auch schon seit Jahren für die Menschen im Sudan. Nun hat er im US-Senat vor einer humanitären Krise gewarnt.

Die Situation sei dramatisch und "ein logistischer Alptraum", sagte Julien Matter, Koordinator des Nothilfeeinsatzes der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen, am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Vor dem Einsetzen der Regenzeit im kommenden Monat sei es dringend notwendig, genügend Lebensmittel in die Flüchtlingscamps zu schaffen, betonte er.

"Die Regenzeit dauert sechs bis sieben Monate, deshalb planen wir, die Hilfen jetzt noch in die Lager zu bringen." Zudem versuche Ärzte ohne Grenzen, noch vor Ende April dringend benötigte Kliniken aufzubauen.

Die meisten Flüchtlinge seien bis zu sechs Tage zu Fuß unterwegs gewesen, um die Camps Doro und Jamam im Südsudan zu erreichen. "Wasserquellen gibt es unterwegs nicht, deshalb mussten sie Trinkwasser mit sich bringen", erklärte Matter. Seine Organisation hilft vor allem denen, die nach den Strapazen der Reise medizinische Hilfe brauchen.

Es fehlt an Trinkwasser
Es gebe aber bereits jetzt besorgniserregende Versorgungslücken: Jeder Flüchtling erhalte derzeit täglich knapp acht Liter sauberes Wasser - das sei weit weniger als das für Flüchtlingssituationen empfohlene Mindestmaß von 15 bis 20 Litern pro Tag. "Und die einzigen Lebensmittel, die die Leute haben, sind die, die von Hilfsorganisationen gebracht werden." Die Organisationen müssten ihre Hilfen dringend aufstocken, denn ein Ende des Flüchtlingsstroms sei nicht abzusehen, hieß es.

Clooney warnt US-Senat
Auch Hollywood-Star George Clooney, der sich seit Jahren für die Menschen im Sudan engagiert, warnte am Mittwoch bei einer Anhörung im US-Senat vor einer humanitären Krise in dem Grenzgebiet. Der Schauspieler hatte die Krisenregion vor kurzem selber besucht und sei dabei unter Raketenbeschuss geraten, erzählte er. Ein neunjähriger Bub habe bei einem Angriff beide Hände verloren. "Wir wurden Zeuge, wie Hunderte Menschen auf umliegende Hügel rannten, um sich in Höhlen in Sicherheit zu bringen. Und das passiert jeden Tag", sagte Clooney.

Seit der Teilung des Sudans im Juli 2011 ist unklar, zu welchem Land bestimmte Grenzgebiete künftig gehören sollen. Immer wieder kommt es zu Gewaltausbrüchen, bei denen die sudanesische Armee gegen Rebellengruppen kämpft, die Verbindungen zur im Südsudan regierenden Partei SPLM (Sudanesische Volksbefreiungsbewegung) haben. Ein geplantes Referendum, das zu einer friedlichen Lösung führen könnte, fand bisher nicht statt.

Kommentare

Ignaz-Kutschnberger
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Clooney for President Der Mann hat nicht nur einen Kopf wie ein Atonis...sondern auch Hirn drin! Von vielen kann man das ja heute nicht mehr behaupten in Zeiten der Demenz und der Ahnungslosigkeit ;-)

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Re: Clooney for President Adonis, oder hast du auch schon erste Anzeichen der Demenz ?

Ignaz-Kutschnberger
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@Fibonacci weiß nicht?? *grins... muss zuerst mal mein Bankkonto checken, ob ich mir "Demenz" jetzt schon leisten kann - normalerweise kommt ja die eher bei Politikern wenn sie dann über 1 Mille am Konto haben...

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