Krise der Luftfahrtbranche beutelt KLM:
Betriebsergebnis rutscht in die roten Zahlen

Drittes Geschäftsquartal 2008 schlittert in Verlustzone Einzige Freude: Lufthansa bleibt noch unrentabler

Krise der Luftfahrtbranche beutelt KLM:
Betriebsergebnis rutscht in die roten Zahlen © Bild: EPA/Toussaint Kluiters

Die europäische Luftfahrt befindet sich im Sturzflug. Nach der turbulenten Übernahme der Alitalia rutscht nun die Air France-KLM in die Verlustzone. Das dritte Geschäftsquartal 2008 dürfte ein negatives Bertriebsergebnis aufweisen. Die gesamte Branche leidet schon seit längerer Zeit an diversen Krisenerscheinungen. Die einzige Freude der KLM ist, dass die Lufthansa noch unrentabler agiert.

Der größte europäische Luftfahrtkonzern Air France-KLM trudelt wegen der Wirtschaftskrise in die Verlustzone. Im dritten Geschäftsquartal 2008 dürfte das Betriebsergebnis negativ sein, teilte Air France-KLM mit. "Das Betriebsergebnis im Geschäftsjahr 2008/09 dürfte positiv blieben, aber seine Höhe hängt von der Entwicklung der Wirtschaftslage in den kommenden Wochen ab."

Im zweiten Geschäftsquartal war der Betriebsgewinn bereits um 44 Prozent auf 405 Mio. Euro eingebrochen. Konzernchef Jean-Cyril Spinetta hatte im November noch erklärt, Air France-KLM bleibe deutlich rentabler als der Hauptkonkurrent Lufthansa und werde "gestärkt aus dieser Krise hervorgehen". Um Geld zu sparen, senkt Air France-KLM die Investitionen in neue Flugzeuge und verschärft sein Sparprogramm.
(apa/red)