Krim-Sekt statt Jaga-Tee

Krim-Sekt statt Jaga-Tee

Die reichen Russen kommen. Das Millionen-Geschäft in Österreichs Ski-Paradiesen mit betuchten Wintergästen aus dem Osten. Kaviar statt Germknödel: Ski-Touristiker bieten Spezialangebote für reiche Russen.

Im Tiroler Ötztal herrscht wahre Goldgräberstimmung. Designer-Jeans um 500 Euro wandern im Dutzend über die Ladentische, Wodka sowie Champagner fließen in Strömen, und Juweliere stellen in den Hotellobbys luxuriöse Preziosen aus. Und der Rubel rollt in Millionenhöhe. Denn zahlungskräftige Russen haben für ihre Weihnachtsferien rund um den 6. Jänner die Reize der Söldener Winterstimmung für sich entdeckt. In Massen strömen die betuchten Gäste aus der Taiga auf die Tiroler Berge oder liefern sich Shopping-Exzesse im Tal.

Klar, dass sich die örtlichen Hoteliers, Kaufleute und Gastronomen ein möglichst großes Stück vom Babuschka-Kuchen abschneiden wollen. Mit russischen Speisekarten, extra langen Öffnungszeiten bis 22 Uhr und jeder Menge Wodka buhlen sie um die Gunst der Ost-Millionäre. Der Ötztaler Tourismus-Zampano Jack Falkner (Hotel Central, Therme Aqua Dome, Bergbahnen) sprüht vor Optimismus: „Wir haben heuer allein in Sölden 80.000 Nächtigungen von russischen Gästen. Wir könnten in der Hauptsaison Anfang Jänner die Zimmer dreimal verkaufen.“ Ötztal-Tourismus-Boss Peter Marko sekundiert: „Wir sprechen seit Jahren russische Reiseveranstalter an. Die Russen schätzen sehr gute Hotels und gehobene Unterhaltung, sind also genau unsere Zielgruppe.“ Seit vor einigen Jahren Präsident Wladimir Putin selbst nach Österreich zum Skifahren gekommen ist, reißt der Boom nicht mehr ab.

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