"Krieg auf kluge Weise beenden": Hillary Clinton für Abzug der Truppen aus dem Irak

Wenn Bush es nicht tut, will sie es später durchsetzen Obama weist Kritik an seiner Kandidatur zurück

Falls Präsident Bush den Krieg nicht beende, bevor er sein Amt 2008 verlässt, werde sie es tun, falls sie Präsidenten werde, sagte die derzeitige Senatorin von New York. Die Frau des ehemaligen Präsidentin Bill Clinton gilt als Favoritin der Demokraten, ist aber wegen ihre wankelmütigen Haltung zum Irak-Krieg innerhalb der eigenen Reihen umstritten, da sie als Senatorin ursprünglich für die Invasion der US-Truppen im Irak 2003 gestimmt hatte.

Nun forderte Clinton den Beginn eines Truppenabzugs aus dem Irak innerhalb der nächsten 90 Tage. Bei einer Reise in den Irak im Jänner sei zu der Überzeugung gekommen, dass der Abzug der US-Soldaten längst überfällig sei, sagte die Senatorin.

Obama weist Kritik an Kandidatur zurück
Der Präsidentschaftsbewerber der amerikanischen Demokraten, Barrack Obama, hat Kritik an einer vermeintlichen Aussichtslosigkeit seiner Kandidatur zurückgewiesen.

Auf einer Veranstaltung in Orangeburg im Staat South Carolina sagte der Senator: "An jedem Wendepunkt unserer Geschichte hat es Leute gegeben, die gesagt haben, wir können das nicht. Einige, die gesagt haben, wir können dieses und jenes nicht und wir sollen es deshalb gar nicht erst versuchen. Wenn ich eure Unterstützung habe, eure Energie, Entschlossenheit, Ideen und Teilnahme, dann sage ich hier: 'Ja, wir können es.'"

Obama spielte damit vor allem darauf an, dass er der erste schwarze Präsident der USA werden könnte und dass man ihm politische Unerfahrenheit vorwirft. Der demokratischen Senator South Carolinas, Robert Ford, hatte vergangene Woche erklärt, Obama, der im Senat in Washington seine erste Amtszeit absolviert, habe viel zu beweisen. "Die Medien haben ihn überlebensgroß gemacht. Dieser Mann ist nicht erprobt und sie haben einen Rock-Star aus ihm gemacht." Ford unterstützt Obamas parteiinterne Konkurrentin Hillary Clinton.

(apa/red)