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Krems: Flugzeug abgestürzt

Eingeklemmter Pilot starb - Bruder schwer verletzt im Spital

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    Flugzeugabsturz

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    Flugzeugabsturz

Der Absturz einer Cessna bei Krems mit Polizeiangaben zufolge zwei Brüdern an Bord hat am Sonntagvormittag ein Todesopfer gefordert. Der im Wrack der Propellermaschine eingeklemmte Pilot starb an der Unfallstelle, berichtete "144 - Notruf NÖ". Der zweite Mann in der Maschine erlitt schwere Verletzungen. Er wurde per Notarztwagen ins Landesklinikum Krems eingeliefert.

Zum Unglückszeitpunkt kurz vor 10.30 Uhr hatte laut den Einsatzkräften dichter Nebel geherrscht. Das Flugzeug, eine viersitzige Cessna 172R Skyhawk mit dem Kennzeichen OE-KRP, stürzte der Feuerwehr zufolge unmittelbar nach dem Start unweit des Flugplatzes Krems-Langenlois ins Augebiet der Donau. Der getötete Pilot war der Polizei zufolge knapp 57 Jahre alt. Sein schwer verletzter Bruder ist 60.

Das viersitzige Propellerflugzeug war gegen 10.25 Uhr gestartet, als es nur wenig später mehrere Bäume touchierte und im dicht bewachsenen Augebiet abstürzte, so die Feuerwehr. Die Cessna wurde in mehrere Teile gerissen. Um den Flugplatz Krems-Langenlois hatten zum Unglückszeitpunkt Sichtweiten um nur 150 Meter geherrscht. Der bei dem Absturz verletzte 60-Jährige habe die Einsatzkräfte eingewiesen, nachdem er sich aus dem Wrack befreit hatte. Der Pilot aus dem Bezirk Krems dürfte auf der Stelle tot gewesen sein.

Dichter Nebel

"Wegen des dichten Nebels war es schwierig, die Unglücksstelle zu finden", sagte Andreas Herndler vom Bezirksfeuerwehrkommando Krems. Neben der geringen Sichtweite hätten die vielen Äcker und Felder die Zufahrt zusätzlich erschwert. Die Flugunfallkommission hat noch am Sonntag ihre Untersuchungen aufgenommen, um die genaue Ursache des Absturzes zu rekonstruieren.

Laut Franz Resperger, Sprecher des Landeskommandos, mussten die Einsatzkräfte mit Motorsägen eine Schneise zur Unglücksstelle schlagen. Weil Benzin aus der Maschine austrat, wurde ein Brandschutz aufgebaut. Akute Brandgefahr habe jedoch nicht geherrscht. Die FF Krems (Hauptwache und Feuerwache Gneixendorf), Stratzing, Langenlois sowie Lengenfeld waren mit 55 Mann ausgerückt. Seitens des Roten Kreuzes standen ein Notarztteam und drei Rettungswagen im Einsatz, berichtete Philipp Gutlederer von "144 - Notruf NÖ".

Die Skyhawk aus dem Haus Cessna Aircraft mit Sitz in Wichita im US-Staat Kansas stand laut der Homepage des Union Sportfliegerclubs Krems (www.usfc-krems.com) in dessen Besitz. Das Flugzeug mit einer Motorleistung von 160 PS wurde demnach 1998 gebaut. Die Länge ist mit 7,30 Metern, die Höhe mit 2,60, die Spannweite mit 9,20 Metern und die Reisegeschwindigkeit mit 185 km/h angegeben.

Der Flugplatz Krems-Langenlois befindet sich laut der Homepage www.aviator.at etwa vier Kilometer nordöstlich der Stadt Krems. Er liegt an der B218 (Gneixendorfer Hauptstraße).

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