Krawalle nach dem Oberösterreich-Derby:
Polizei geht hart gegen Linzer Fans vor

Exekutive setzte Schlagstöcke und Wasserwerfer ein Randalierer demolierten die Toiletten im Stadion

August Weidenholzer, Bezirkspolizeikommandant von Ried und Einsatzleiter, schilderte die Situation gegenüber der APA - Austria Presse Agentur so: "Rund fünf Minuten vor Ende des Spiels bemerkten wir, dass sich einige LASK-Fans vermummten und ihren Fan-Sektor verlassen wollten. Wir vermuteten, dass sie in den gegnerischen Sektor stürmen wollten. Daher grenzten wir sie mit Bussen und Gittern ab. Sofort sprangen die Linzer gegen die Gitter und warfen mit Steinen und Flaschen. Zwei Polizisten wurden dabei verletzt. Um Schlimmeres zu verhindern mussten wir zuerst mit Schlagstöcken einschreiten, dann wurde der Wasserwerfer eingesetzt."

Für die Linzer Anhänger, ihnen voran der LASK-Fanbeauftragter Gerald Gross, war dieses Vorgehen der Exekutive jedoch alles andere als normal. Die Polizisten hätten überzogen reagiert. Ein Problem wäre auch der heillos überfüllte Fansektor gewesen. Schon während des Spiels wurden Zuschauer verletzt, da sie aufgrund des Platzmangels über die Stufen gestoßen wurden. Weidenholzer führte dies jedoch auf die Alkoholisierung mancher Fans zurück.

Fakt sei jedoch, so die Polizei, dass LASK-Anhänger die Toilettenanlagen im Rieder Stadion demolierten, die Türen herausrissen und damit auf die Beamten losgingen. Solche Aktionen verurteilte auch Gross, "diese Zerstörungswut ist zu bedauern". Schon die davor letzte Begegnung der beiden oberösterreichischen Fußball-Clubs hatte schwere Auseinandersetzungen mit sich gezogen.

Das Spiele endet mit einem 3:0-Sieg für den SV Ried.

(apa/red)

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