Krankengeschichte gefälscht: Patientin
starb nach Geburt des vierten Kindes

Konsequenzen für beschuldigte Ärzte in Gmunden

Krankengeschichte gefälscht: Patientin
starb nach Geburt des vierten Kindes © Bild: APA/Jaeger

Zwei Ärzte des Landeskrankenhauses Gmunden, die im Verdacht stehen, eine Krankengeschichte gefälscht zu haben, sind entlassen bzw. vom Dienst suspendiert worden. Die betroffene Patientin war nach der Geburt ihres vierten Kindes gestorben. Der Krankenhausbetreiber, die Gesundheits- und Spitals AG (gespag), kündigte eine restlose Aufklärung an.

Vor rund zwei Wochen war der Fall publik geworden: Bei der Patientin kam es während der Entbindung zu gravierenden Problemen. In einer Notoperation versuchten die Ärzte ihr das Leben zu retten, konnten der Frau aber nicht mehr helfen. Sie dürfte nach einem Riss in der Gebärmutter verblutet sein. Seither laufen Ermittlungen, die Krankengeschichte wurde von der Kriminalpolizei beschlagnahmt.

Die gespag beendete schließlich das Dienstverhältnis mit dem zuständigen Abteilungsleiter. Der behandelnde Oberarzt wurde mit sofortiger Wirkung suspendiert und ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Die internen Ermittlungsergebnisse hätten "eindeutig schwere Unregelmäßigkeiten" in der Krankendokumentation zutage gebracht, hieß es. "Da eine Krankengeschichte eine Urkunde ist, auf die man vertrauen können muss, ist sicherzustellen, dass jedwede ungerechtfertigte Veränderung unterlassen wird."

(apa/red)