Kräftiges Plus nach erstem Quartal: OMV bleibt mit 27 % Steigerung unter Erwartung

Kurs der OMV-Aktie gab nach Bekanntwerden nach Rumänische Tochter Petrom verdoppelte EBIT-Beitrag

Die OMV hat in den ersten drei Monaten des Jahres 2006 bei einem Umsatz von 4,298 Mrd. Euro ihr Konzern-EBIT gegenüber dem 1. Quartal des Vorjahres um 27 Prozent auf 541 Mio. Euro gesteigert. Der Mineralölkonzern blieb damit aber noch immer deutlich unter den Erwartungen der Analysten. Der Kurs der OMV-Aktie gab nach Bekanntwerden der Unternehmensergebnisse auch prompt deutlich nach.

Das Mittel der Schätzungen für den Umsatz im 1. Quartal 2006 war gestern bei 5,02 Mrd. Euro gelegen. Beim Jahresergebnis hatten die Analysten im Mittel einen Zuwachs gegenüber der Vorjahresperiode um 37 Prozent auf 351 Mio. Euro erwartet - tatsächlich erreicht wurden 319 Mio. Euro. Die OMV selbst erwartet für das Gesamtjahr 2006 ein ähnliches Ergebnis wie 2005.

Rumänische Tochter verdoppelt Beitrag
Der Periodenüberschuss stieg von 310 Mio. im 1. Quartal des Vorjahres auf 430 Mio. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit legte von 404 Mio. auf knapp 526 Mio. Euro zu. Der EBIT-Beitrag der rumänischen Tochter Petrom betrug 274 Mio. Euro und war doppelt so hoch wie in der Vorjahresperiode.

Der Abschluss der Fusion von OMV und Verbund wird mit Ende 2006 erwartet. Ziel der beiden Unternehmen sei eine Fusion als gleichberechtigte Partner im Verhältnis ihrer Marktkapitalisierung von 60:40. Dadurch werde der Verbund in die Bilanz der neuen OMV Verbund AG konsolidiert. Die Auswirkungen auf das Ergebnis je Aktie könne derzeit noch nicht bestimmt werden, da dies von der Anzahl der neuen OMV-Aktien abhängen werde. (APA)