Kovalainen-Antreten in Istanbul fraglich:
Finne muss sich FIA-Check unterziehen

Nach Horror-Unfall in Istanbul auf dem Prüfstand Testfahrer Pedro de la Rosa steht als Ersatz bereit

Kovalainen-Antreten in Istanbul fraglich:
Finne muss sich FIA-Check unterziehen © Bild: Reuters/Cardona

Heikki Kovalainen muss bis zum Donnerstag auf die Freigabe für einen Start beim Formel-1-Grand-Prix der Türkei in Istanbul warten. Nach seinem schweren Unfall vor eineinhalb Wochen beim Grand Prix von Spanien unterzieht sich der 26-jährige Finne einem obligatorischen Gesundheitscheck bei den Ärzten des Internationalen Automobilverbandes FIA.

Im Vorjahr hatten die FIA-Mediziner dem Polen Robert Kubica im BMW-Sauber nach dessen Unfall in Kanada die Starterlaubnis für das folgende Rennen in den USA verweigert. Sollte Kovalainen nicht ins Cockpit steigen dürfen, stünde in seinem Team McLaren-Mercedes Test- und Ersatzfahrer Pedro de la Rosa aus Spanien bereit.

"Mir geht es gut. Mein Nacken ist nicht mehr steif und ich trainiere wieder", sagte Kovalainen einige Tage nach seinem Crash auf dem Circuit de Catalunya. "Die Entscheidung, ob ich fahren kann, liegt nicht in meiner Hand." Er wisse aber, dass die FIA einzig und allein aus Sicherheitsgründen entscheidet. "Ich will so schnell wie möglich wieder Rennen fahren, nur darauf arbeite ich seit Barcelona hin", erklärte Kovalainen.

Mit 240 km/h in Reifenstapel
Der Finne war Ende April in Barcelona wegen eines Reifenplatzers mit 240 km/h in einen Reifenstapel gekracht. Kurzfristig hatte er das Bewusstsein verloren, blieb bis auf eine Gehirnerschütterung aber weitgehend unverletzt. Der McLaren-Fahrer hatte lediglich eine Nacht im Krankenhaus verbringen müssen.

Vor der Abreise in die Türkei lässt sich Kovalainen von den Teamärzten noch einmal neurologisch untersuchen, um sicherzugehen. "Es ist nicht wichtig, dass Heikki unbedingt das nächste Rennen fährt, wichtig ist, dass er dann startet, wenn er voll einsatzfähig ist", betonte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. (apa/red)