Kouchner fordert Eile bei Iran-Gesprächen:
Ruf nach Sanktionen zur Kriegsprävention

Französischer Außenminister korrigiert seine Aussage "Aber die Gespräche können nicht Jahre dauern"

Der französische Außenminister Bernard Kouchner dringt in den Atomgesprächen des Westens mit dem Iran zur Eile. Auf der Grundlage eines iranischen Verzichts auf die Urananreicherung befürworte er einen Dialog der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) mit der Islamischen Republik. "Aber die Gespräche können nicht Jahre dauern, wir brauchen eine Lösung", sagte Kouchner der Zeitung "Le Figaro".

Die USA und Frankreich hatten IAEA-Chef Mohammed ElBaradei für eine Vereinbarung mit dem Iran kritisiert, seiner Behörde bis November Fragen zum Atomprogramm zu beantworten.

Falsch verstanden
Kouchner wiederholte in dem Zeitungsinterview, seine Warnungen vor einem Iran-Krieg seien falsch verstanden worden. Frankreich sei zur Vermittlung zwischen dem Westen und der Führung in Teheran bereit. Frankreichs Ruf nach härteren Sanktionen gegen den Iran solle einen Krieg verhindern. Sollten die Vereinten Nationen sich nicht auf weitere Strafen gegen den Iran verständigen können, plädiert Kouchner für eigene EU-Sanktionen gegen den Golfstaat. (apa/red)