Koubek schafft es in Wien ins Achtelfinale: Dreisatz-Sieg über Weltranglisten-15. Moya

Talentprobe: Ljubicic war für Haider-Maurer zu stark Ljubicic: "Ist körperlich stark und hat sicher Potenzial"

Koubek schafft es in Wien ins Achtelfinale: Dreisatz-Sieg über Weltranglisten-15. Moya

Stefan Koubek hat sich mit einem Dreisatz-Erfolg über den als Nummer 6 gesetzten Carlos Moya für das Achtelfinale der BA-CA-Trophy qualifiziert. Der 30-jährige Kärntner rang den Weltranglisten-15. aus Spanien nach 2:09 Stunden mit 7:6(3),5:7,6:2 nieder und steht damit als erster Österreicher im Achtelfinale. In diesem trifft er am Mittwoch entweder auf den Spanier Feliciano Lopez oder seinen Landsmann Werner Eschauer.

Für Österreichs ersten Beitrag im Hauptbewerb der BA-CA-Trophy in der Wiener Stadthalle kam erwartungsgemäß das Aus. Nachwuchstalent Andreas Haider-Maurer, der sich überraschend für sein zweites ATP-Turnier qualifiziert hatte, bot beim 4:6,5:7 in 1:26 Stunden gegen den zweifachen Titelverteidiger Ivan Ljubicic allerdings eine sehr gute Leistung.

"Ich habe in den vergangenen Jahren in den ersten Runden immer mehr Probleme gehabt", meinte Ljubicic, der wegen Nierenstein-Problemen ja noch dazu zwei Wochen nicht gespielt hatte und erst seit vier Tagen wieder trainiert. Dennoch hatte der als Nummer 3 gesetzte Kroate durchaus lobende Worte für den 20-jährigen Niederösterreicher übrig. "Er ist körperlich sehr stark, bewegt sich sehr gut. Was er braucht, ist mehr Erfahrung. Er hat definitiv Potenzial", lobte Ljubicic den jungen Österreicher.

Haider-Maurer hatte "viel Spaß" in seinem ersten Turniermatch gegen eine Weltklassespieler. "Ich habe gesehen, dass ich auch mithalten kann. Im zweiten Satz wäre auch ein Satzgewinn möglich gewesen", so Andy, der noch einige Tage im Rahmen des Turniers trainieren will und auch viel zuschauen möchte. "Auch davon kann man viel lernen", weiß er. Ende der Woche fliegt er nach England (Turniere in Glasgow und Barnstable), insgesamt stehen heuer bis Anfang Dezember noch sechs, sieben Turniere auf seinem Programm. "Für mich war es sicher eine sehr schöne Erfahrung."

Bewusst war ihm auch, dass er zum 2:2 im ersten Satz ein Rebreak gegen Ljubicic geschafft hat. In den zwei vergangenen Jahren war Ljubicic jeweils ohne Satzverlust Turniersieger geworden. Ein kleiner Teilerfolg also für den Waldviertler.

Für Ljubicic soll es freilich nach dem elften Wien-Sieg en suite so weitergehen, er trifft im Achtelfinale auf Mardy Fish (USA) oder Nicolas Almagro (ESP). Der Kroate sprach von einem "emotionalen Comeback" nach Wien. "Es ist schon etwas Besonderes, an einen Ort zurückzukommen, wo man schon zweimal gewonnen hat."

(apa/red)