Kostspielige Transfers: Red Bull soll unter Jara zwei Mio. Euro Schaden erlitten haben

Mateschitz brachte Klagebeantwortung bei Gericht ein Streit um Dienstauto: Jara gab Audi A 8 nicht zurück

Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz, der vom entlassenen Fußball-Trainer Kurt Jara wegen Kreditschädigung geklagt worden ist, hat die Klagebeantwortung beim Landesgericht Salzburg eingebracht. Das bestätigte Red-Bull-Anwalt Reinhard Ratschiller auf Anfrage. Details wollte der Jurist nicht bekannt geben, nur so viel: Die Schadenssumme, die dem Konzern bei Spielertransfers entstanden sei, liege bei mehr als zwei Millionen Euro.

"Es wird aber nicht behauptet, dass Jara selbst Geld eingesteckt hat", betonte Ratschiller. Das Dienstauto, einen Audi A 8, hätte der Trainer seit seiner fristlosen Entlassung am 3. Juni zwar zurückgeben sollen, "er fährt aber immer noch damit". Ob das rechtens sei, müsste nun das Gericht entscheiden.

Nicht Gegenstand von Jaras Klage sind Gehaltsforderungen von 100.000 Euro Netto. "Die hätte er noch zu kriegen, die Summe wurde aber mit der Schadenshöhe gegenverrechnet", konterte Ratschiller.

Kurt Jara hatte zwei Verfahren gegen den Bundesliga-Vizemeister angestrengt. Einerseits bekämpft der 55-Jährige seine Entlassung beim Salzburger Arbeits- und Sozialgericht. Der Prozess wurde vertagt. Red Bull muss die Vorwürfe an Jara, es habe Ungereimtheiten bei Spielertransfers gegeben, noch konkretisieren, hieß es. Die zweite Klage wurde beim Landesgericht Salzburg wegen Kreditschädigung eingebracht.

(apa/red)