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Kosten für Ministerbüros stiegen um zwölf Prozent

Große Zahl an Mitarbeitern über Leihverträge engagiert

Die Kosten für die Ministerbüros sind im Jahresvergleich um zwölf Prozent angewachsen. Die Zahl der Kabinettsmitarbeiter stieg von 158 auf 164. Das ergab eine parlamentarische Anfrage des NEOS-Abgeordneten Nikolaus Scherak.

Herangezogen für die Anfrage der Stichtag 1. März. Von 2016 auf 2017 stiegen die Kosten gesamt von 1,62 Millionen auf 1,81 Millionen Euro. Den größten Zuwachs verzeichnet das Kanzleramt mit einem Plus von 47 Prozent. Auch wurden vier Mitarbeiter zusätzlich aufgenommen. Begründet wird dies vom Kanzleramt damit, dass man zum Spiegel-Ressort des Finanzministeriums wurde und daher erhöhten Personalbedarf hatte.

Gesamt die höchsten Kosten verursacht das Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium, das bis vor kurzem ja quasi auch das Vizekanzleramt beherbergte. Die Zahl der Mitarbeiter betrug 17, inklusive Sekretariat wurden 229.000 Euro aufgewendet. Das kleinste Ressort hat auch das kleinste Mitarbeiterbudget. Nur rund 27.500 Euro kostete das Kabinett von Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) im Monat.

Weiterhin Usus ist, Mitarbeiter zu leasen. So sind im Kabinett von Kanzler Christian Kern (SPÖ) sechs Mitarbeiter über Arbeitsleihverträge beschäftigt, drei kommen vom sozialdemokratischen Wirtschaftsverband, drei von der Nationalbank. Bei Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) ist sogar ein Mitarbeiter über den Personaldienstleister Trenkwalder beschäftigt. Freilich ist die Praxis auch in der ÖVP üblich. Besonders krass ist es im Wirtschaftsressort mit 14 geleasten Kabinettsmitgliedern. Ähnlich ist die Situation im Familienressort, wo gleich sieben von neun Kabinettsmitarbeitern über Arbeitsleihverträge engagiert waren.

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