Kosten um bis zu 20% zu hoch: Viele zahlen zu viel für Haushaltsversicherungen

Sparpotenzial bis Hälfte der Versicherungssumme Risiko Unterversicherung: Böses Erwachen droht

Rund 90 Prozent der Österreicher sind in Besitz einer Haushaltsversicherung. Versicherte zahlen jedoch in vielen Fällen zu hohe Prämien, wie aus einem aktuellen Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) hervorgeht. Selbstbehalte, Alarmanlagen aber auch jährliche Zahlungen können die Prämien um bis zu 20 Prozent reduzieren.

Die Experten warnen jedoch vor zu geringen Deckungssummen. Diese können im Schadensfall zu einem bösen Erwachen führen. In der Praxis komme es nicht selten vor, dass die vereinbarte Versicherungssumme niedriger sei als der tatsächliche Wert der versicherten Gegenstände, so der VKI am Mittwoch.

Im Schadensfall bekomme der Versicherte dann auch nur einen Teil des Schadens erstattet. Abhilfe könne eine pauschalierte Versicherungssumme in Kombination mit einem Unterversicherungsverzicht leisten, so Gabi Riener, Versicherungsexpertin des "Konsument".

Als wichtigste Faustregel bei Versicherungsabschlüssen gelte, dass die billigste Prämie nicht immer die beste für den eigenen Bedarf sei. Mit einem gezielten Vergleich etwa des Leistungspakets lasse sich aber in manchen Fällen mehr als die Hälfte der Jahresprämie einsparen, so Riener.

Selbstbehalte bei kleineren Schäden zwischen 70 und 100 Euro können die Prämie um rund 20 Prozent senken. Auch durch den Ausschluss der teuren Glasbruchversicherung kann bis zu einem Drittel der Prämie gespart werden. Überlegenswert sei dieser Ausschluss aber nur dann, wenn die Wohnung weder Glastüren noch riesige Fenster aufweise, rät die Expertin.

Durch eine jährliche Bezahlung der Versicherungsprämie fällt zudem ein möglicher Unterjährigkeitszuschlag weg - also der Aufschlag, wenn die Prämie beispielsweise monatlich statt jährlich bezahlt wird. Auch Alarmanlagen und Sicherheitstüren minimieren die Summe. (APA/red)