Kostelic jubelt über Slalom-Sieg in Wengen:
Herbst landet auf Platz drei, Raich Vierter

Andre Myhrer aus Schweden schnappt sich Rang zwei Raich verpasst es, Janka Weltcupführung abzujagen

Kostelic jubelt über Slalom-Sieg in Wengen:
Herbst landet auf Platz drei, Raich Vierter © Bild: Reuters/Buholzer

Der Kroate Ivica Kostelic hat den Slalom in Wengen gewonnen und damit seinen zehnten Weltcup-Sieg gefeiert. Der Ex-Weltmeister setzte sich vor dem Schweden Andre Myhrer sowie Reinfried Herbst durch. Benjamin Raich wurde Vierter, Marcel Hirscher Siebenter und Manfred Pranger Neunter.

Im Gesamt-Weltcup führt weiter Carlo Janka, Raich kam dem Schweizer durch seinen vierten Platz allerdings wieder bis auf 18 Zähler nahe. Herbst reist im Roten Trikot des Führenden im Disziplin-Weltcup nach Kitzbühel.

"Bei weichen Bedingungen ist es schwieriger, da bin ich mit meiner Innenlage schon sehr gefährdet. Aber ich habe es gut gemeistert und bin sehr zufrieden mit dem dritten Platz", sagte der Salzburger Herbst, der im Hinblick auf die Österreich-Rennen "ein gutes Ergebnis einfahren" wollte.

Eine Portion "Provokation"
Aufregung hatte nach dem ersten Durchgang geherrscht, als es plötzlich hieß, Kostelic und Raich hätten das letzte Tor auf der falschen Seite passiert. Nach Studium der TV-Bilder wurde an den bereits offiziellen Ergebnissen nicht mehr gerüttelt, laut FIS-Renndirektor Günter Hujara sei alles korrekt gewesen, es hatte auch keinen Protest eines Nationalteams gegeben. Kostelic nannte die Diskussion eine "Provokation", Raich meinte: "Diskutieren darf man ja, aber Disqualifizieren wäre natürlich ein Wahnsinn gewesen."

"Unten habe ich extrem viel Zeit verloren. Ich war stark drauf. Da war viel mehr drinnen heute, deshalb bin ich schon ein bisserl enttäuscht", sagte der Tiroler. Vielleicht habe er unabsichtlich ein bisserl zu viel dosiert. "In Hinblick auf Olympia oder den Gesamtweltcup muss ich schauen, dass ich die maximalen Punkte mache. Aber besser Vierter als nichts", meinte der 31-jährige.

Matt gibt Material die Schuld
Punkte gab es auch für Christoph Dreier (21.) und Wolfgang Hörl (22.), nicht für den zweiten Lauf qualifiziert hatten sich Patrick Bechter (36.) und Rainer Schönfelder (44.), ausgeschieden waren u.a. Mario Matt und Alexander Koll, aber auch Aksel Lund Svindal (NOR), Bode Miller (USA) und Manfred Mölgg (ITA).

Der zweifache Slalom-Weltmeister Matt ist damit bereits unter Zugzwang, will er noch auf den Olympia-Zug aufspringen. Er ließ seinen Frust am Material aus. "Wenn das Material unten nicht das macht, was man will, dann kann man nichts tun", erklärte Matt.

(apa/red)