Kosovo-Gespräche: Russland nennt US-
Position "größtes Hindernis" für Lösung

Moskau: Washington fordere allein Unabhängigkeit Kreml drängt auf weitere bilaterale Verhandlungen

Kosovo-Gespräche: Russland nennt US-
Position "größtes Hindernis" für Lösung

Im Streit um die Zukunft des Kosovo hat Russland die Unterstützung der USA für eine Unabhängigkeit der abtrünnigen serbischen Provinz kritisiert. Die Alternativlosigkeit, mit der vor allem Washington eine solche Unabhängigkeit fordere, sei das größte Hindernis bei der Suche nach einer Verhandlungslösung, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau. Den Abschlussbericht der Troika aus EU, USA und Russland bezeichnete er als ausreichend objektiv.

Nach Abschluss ihrer Vermittlungsbemühungen hatte die Kosovo-Troika ihren Bericht UN-Generalsekretär Ban Ki Moon übergeben. Darin heißt es, weder Serben noch Kosovo-Albaner bereit seien, von ihren Positionen abzurücken. Eine Lösung schlägt die Troika in ihrem Bericht nicht vor.

Russland fordert dagegen eine Lösung, der auch Belgrad zustimmen könne. Auch beim NATO-Russland-Rat habe die Position des Kremls kein Gehör bei den Amerikanern gefunden, kritisierte Lawrow. "Ich hoffe, dass der UN-Sicherheitsrat jetzt die nötigen Schlüsse zieht", fügte der Außenminister hinzu.

Der Weltsicherheitsrat will sich am 19. Dezember mit dem Kosovo-Konflikt beschäftigen. Der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin hatte zuvor angekündigt, Moskau werde in dem höchsten UN-Gremium auf eine Fortsetzung der bilateralen Verhandlungen drängen.

(apa/red)