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Korun: Flüchtlings-Deal mit Türkei am Ende

Grüne fordern mehr Hilfe für Jordanien und Libanon

Für Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen, ist der umstrittene Flüchtlings-Deal mit der Türkei gescheitert. "Der beschämende Deal der EU mit Präsident (Recep Tayyip) Erdogan, gegen Geld und eventuelle Visafreiheit die Flüchtlingsabwehr an die Türkei zu delegieren, ist am Ende angekommen", meinte Korun am Freitag in einer Aussendung.

"Spätestens mit der Drohung Erdogans, wegen EU-Kritik an seiner Politik Flüchtlinge in die EU weiterreisen zu lassen, ist auch für die Naivsten klar, wie menschenverachtend und zynisch dieser Deal war", so Korun. "Dass er unredlich ist und auch nicht funktionieren wird, haben wir Grüne von Anfang an gesagt."

Die Grün-Abgeordnete nannte drei Dinge, die jetzt zu tun seien: Erstens eine Erhöhung der Hilfe für Länder wie Jordanien und Libanon, die Millionen Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen haben. Zweitens von der EU betriebene gemeinsame Flüchtlingsaufnahmezentren in Griechenland und Italien und drittens eine Finanzierung der Flüchtlingsversorgung aus dem gemeinsamen EU-Budget, um den Anreiz der Flüchtlingsaufnahme zu steigern.

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