Korruptionsskandal an kroatischen Unis: Bis zu 2.000 Euro für eine positive Note

Für Studiumszulassung bis zu 9.000 Euro kassiert 20 Professoren zum Polizei-Verhör mitgenommen

Korruptionsskandal an kroatischen Unis: Bis zu 2.000 Euro für eine positive Note

Mit einer aufsehenerregenden Aktion hat die kroatische Polizei in Zagreb einen Schlag gegen die Korruption an kroatischen Universitäten und Hochschulen durchgeführt. Nachdem bewaffnete Polizisten mehrere Institute der Universität in der Hauptstadt gestürmt und mehr als 20 Professoren zu Verhören mitgenommen hatte, sprach Innenminister Roncevic von einer lange geplanten Maßnahme.

Das Kabinett von Premier Sanader habe "null Toleranz für Korruption", sagte Roncevic. Mehr als 21 Professoren, drei Assistenten und drei Verwaltungsbeamte stünden unter Verdacht, unter der Hand illegale Gebühren kassiert zu haben, um Studenten die Zulassung zur Universität zu ermöglichen.

Auch bei Prüfungen sollen Bestechungsgelder geflossen sein. Für eine Zulassung zum Universitätsstudium seien bis zu 9.000 Euro kassiert worden, berichtete die Nachrichtenagentur Hina, für eine positive Beurteilung eines Examens waren angeblich Summen zwischen 400 und 2.000 Euro im Spiel. Die Polizei durchsuchte im Rahmen der "Aktion Indeks" Universitätsbüros, Wohnungen und die Autos von 73 Personen. Bei einer Person seien 25 Studienbücher und 25.000 Euro gefunden worden.

(apa/red)