Korneuburg von

Verseuchtes Wasser fließt in Donau

Niederösterreich: Organisation Global 2000 will Umweltbeschwerde einbringen

In Korneuburg ist mit Pestiziden verunreinigtes Grundwasser in die Donau geleitet worden. © Bild: Thinkstock.de

In Korneuburg ist mit Pestiziden verunreinigtes Grundwasser in die Donau geleitet worden. Die Umweltschutzorganisation "Global 2000" kündigte nun an, Umweltbeschwerde nach dem Umwelthaftungsgesetz einzubringen. Das sei erstmalig in Österreich der Fall, hieß es am Freitag in einer Aussendung. Global 2000 wolle künftig bei den Sanierungsmaßnahmen Parteienstatus haben.

"Anhand wissenschaftlicher Studien und anhand bisheriger Fehler im Schadensmanagement der Korneuburger Bezirksbehörde" werde die Umweltorganisation die ökologischen Folgen der Pestizideinleitung aufzeigen, wurde betont. Für Samstag ist auch eine Protestaktion auf der Donau angekündigt. Diese soll im Anschluss an eine Pressekonferenz am Vormittag stattfinden. Aktivisten von Global 2000 und Anhänger einer lokalen Bürgerinitiative ("Pro Reines Wasser") wollen "sichtbar" protestieren.

Die Einleitung mit Pestiziden verunreinigten Grundwassers ist zu Wochenbeginn von der Bezirkshauptmannschaft Korneuburg angeordnet worden. Die Behörde betonte in diesem Zusammenhang, dass eine Gefährdung des Flusses auszuschließen sei. Es gehe darum, eine weitere Ausbreitung des - durch die Firma Kwizda-Agro - verunreinigten Grundwassers in Richtung Langenzersdorf einzuschränken.

Protest dagegen gab es in der Folge nicht nur von Global 2000, sondern auch seitens der Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima und der Wiener Grünen.

Kommentare

die Behörde hat doch recht
dem Fluss schadet es nicht, aber allen lebewesen die drin sind, usw
man möge doch den Swimmingpool der Bezirkshauptfrau damit füllen

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