Korea-Gipfel wird Lösung im Atomstreit fördern: Südkorea zeigt sich überzeugt

Sechs-Länder-Gespräche und Korea-Dialog parallel Zweiter gesamtkoreanischer Gipfel in der Geschichte

Das geplante Gipfeltreffen zwischen Süd- und Nordkorea wird nach Überzeugung der Regierung in Seoul die internationalen Bemühungen um die atomare Abrüstung Nordkoreas unterstützen. Südkorea habe immer versucht, die Beziehungen zu Nordkorea so zu gestalten, dass sie auch eine Lösung des Konflikts um das nordkoreanische Atomwaffenprogramm fördern, sagte Südkoreas Vereinigungsminister Lee in Seoul.

"Die Sechs-Länder-Gespräche und der innerkoreanische Dialog laufen parallel", betonte Lee in Anspielung auf die multilateralen Verhandlungen zwischen Nordkorea, den USA, Südkorea, China, Russland und Japan. Der Gipfel biete die Chance, den Atomstreit beizulegen und die innerkoreanischen Beziehungen zu verbessern.

Lees Bemerkungen folgten einen Tag nach der überraschenden Ankündigung des zweiten gesamtkoreanische Gipfels in der Geschichte beider Staaten. Südkoreas Präsident Roh wird vom 28. bis 30. August zu Gesprächen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim nach Pjöngjang reisen. Die US-Regierung hatte die Ankündigung begrüßt und zugleich die Hoffnung geäußert, dass das Treffen zur Erfüllung der Ziele der Sechser-Gespräche zur Beendigung des nordkoreanischen Atomprogramms beitragen werde.

Auf die Themenliste für den Gipfel müssen sich beide koreanischen Staaten noch einigen. Doch sagte Roh, er erwarte praktische Fortschritte bei den Bemühungen um eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel und einen dauerhaften Frieden, bei der Rüstungskontrolle und Wirtschaftskooperation. Beide Staaten befinden sich seit dem Korea-Krieg (1950-53) völkerrechtlich noch im Kriegszustand.

(apa/red)