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Neuer Kopf mit 3D-Drucker

Titan-Gestell soll nach Unfall deformierten Schädel wiederherstellen

China - Neuer Kopf mit 3D-Drucker © Bild: REUTERS/China Daily

Vor zehn Monaten ist der chinesische Arbeiter Hu bei der Arbeit von einem Gerüst gefallen, bis der drei Stockwerke tiefer am Boden aufschlug. Dabei verlor der 46-Jährige ein Stück von seinem Kopf – das nun mithilfe eines 3D-Druckers wiederhergestellt werden soll.

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14x9-Zentimeter Stück

Derzeit befindet sich der 46-jährige Chinese, Hu, in einem OP-Saal. Die Ärzte versuchen seinen Kopf wiederherzustellen. Der Grund: Hu ist ein normaler Arbeiter. Vor ungefähr zehn Monaten arbeitete er auf einer Baustelle, als das Unglück passierte. Er stürzte ab und fiel drei Stockwerke in die Tiefe, bevor er am Boden aufschlug. Dabei zog er sich schwere Verletzungen im Kopf, im Gehirn und am Schädel zu. Ein deformierter Kopf blieb zurück, bei dem am rechten, oberen Ende ein Stück fehlte – ein Stück das 14x9 Zentimeter groß ist. „Halber Kopfmann“ nannten ihn Freunde und Nachbarn seit dem Unfall, den Hu immerhin überlebte.

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Seit dem Unfall jedoch kann der Chinese nicht mehr richtig sehen und auch nicht schreiben oder sprechen. Dennoch, so seine Frau, versteht Hu, was um ihn herum passieren würde und was man mit ihm spricht. Zudem blieb der Teil seines Gehirnes, der für die Motorik zuständig ist, unversehrt und das Gehen stellt kein Problem dar.

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Risiken und Nebenwirkungen?

Seit zehn Monaten suchten die Ärzte des Xijing Spitals in Xi’An nach einer Lösung für Hu’s deformierten Kopf. Am passendsten erschien nach Monaten der Recherche die Wiederherstellung des Schädelskeletts mithilfe eines 3D-Druckers, der ein Titan-Stück herstellen soll, welches in weiterer Folge auf die fehlende Stelle des Schädels gesetzt werden soll. Derzeit befindet sich Hu im Operationssaal und die Ärzte versuchen ihr Bestes. Dass es keine einfache Operation würde und natürlich Risiken bestünden, machten diese aber bereits im Vorhinein klar.

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