Kopfhörer von

Sind die "Beats" für die Tonne?

Teure Design-Lauscher mischen den Markt auf. Experten kritisieren miese Tonqualität.

Kopfhörer - Sind die "Beats" für die Tonne? © Bild: beatsbydre.com

Sie sehen gut aus und liefern kräftige Bässe - die Kopfhörer-Reihe "Beats" des US-Rap-Produzenten Dr. Dre. Dafür sind Kunden bereit, bis zu 300 Euro zu bezahlen - etwa der zehnfache Preis herkömmlicher iPod-Kopfhörer. Experten kritisieren jedoch, dass die Audioqualität der Designer-Kopfhörer nicht besonders gut ist. "Wenn es um den Ton geht, zählen sie zu dem Schlimmsten, die man sich kaufen kann", so Tyll Hertsens, Chefredakteur von InnerFidelity.com. Doch Tonqualität gilt auf dem Kopfhörer-Markt schon längst nicht mehr als oberstes Erfolgskriterium.

Durch den Erfolg der Beats-Serie wurde der Markt auch für andere Anbieter geöffnet, die ursprünglich nicht aus der Hifi-Branche kommen. Während Kopfhörer früher hauptsächlich mit technischen Kennzahlen angepriesen wurden, geht es heute um die Marke, das Design und den Promi-Faktor. Mittlerweile haben viele Künstler ihre eigenen Geräte auf den Markt gebracht, unterschiedliche Unternehmen, vor allem auch aus der Modeindustrie, mischen inzwischen ebenfalls mit. Durch den Erfolg der Beats-Serie wurden Kopfhörer zu Mode-Accessoires.

Design rechtfertigt offenbar hohen Preis
Die steigende Nachfrage gibt der Strategie Recht: Im Vergleich zum vergangenen Jahr haben sich die Kopfhörer-Verkäufe in den USA fast verdoppelt - zwei Mrd. Dollar wurden in den zwölf Monaten bis zum vergangenen August umgesetzt. Durch die Beats-Serie ist der Markt deutlich ausgeweitet worden, so Ross Rubin, Industrieanalyst bei NPD. Höhere Preise seien nun auch durch besonderes Design oder eine bestimmte Marke gerechtfertigt - und nicht nur alleinig durch Audioqualität.

Weiterführender Link:
http://beatsbydre.com
Kritik auf InnerFidelity.com

Kommentare

Designlauscher Wenn man Normal Kopfhörer wie zb. Sennheiser HD25 oder AKG 240 Monitor gewohnt ist, und dann diese Beats versucht fragt man sich ob manche Leute überhaupt noch wissen wie sich Musik anhört.
Das was dort rauskommt ist eine musikalische Verstümmelung ohne Effektrack aus einem Studio kann man die fast für nichts verwenden.
Aber es sieht gut aus kostet viel und man ist in, das zählt. Musik muss man ja nicht hören und schon gar nicht verstehen.
zb. Paul kalkbrenner auf Sennheiser und Pink Floyd auf AKG oder Beyerdynamik.
Kommt um Klassen besser.

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