Kopf hoch, Deutschland

Die Fußball-WM macht aus Deutschland eine Nation

Kopf hoch, Deutschland

Trotz Niederlage wirkt WM-Effekt: Die Deutschen sind sympathisch, positiv & ausländerfreundlich

Der Traum ist vorbei: In letzter Minute kickte Italien Deutschland aus der WM. In der 119. und 120. Minute stoppten die Azzurri-Kicker Grosso und Del Piero den Siegeszug der Deutschen. Trotzdem: Der eigentliche Gewinner der WM steht jetzt schon fest: die Gastgeber. „Von der Fußball-WM und auch der deutschen Mannschaft geht die zentrale Botschaft aus: Wir können unsere Probleme meistern“, bringt es Wolfgang Twardawa von der Gesellschaft für Konsumforschung auf den Punkt. Als wäre Deutschland kollektiv aus seinem Jammertal auf eine Urlaubsreise ins WM-Land aufgebrochen, löste sich der nicht endend wollende Massenpessimismus in einer Ganzlandesparty auf. Sieg oder nicht Sieg. Gefeiert haben sie wie Weltmeister.

30 Millionen Deutsche verfolgten die Spiele; zum Großteil gemeinsam vor 200 Leinwänden in einem grenzenlosen Straßenfest – und sie luden die Welt ein, mitzufeiern. Das Motto „Zu Gast bei Freunden“ verselbständigte sich. Deutschland wurde Kult. Über Nacht.

Gerechnet hat damit kein Mensch. Die düstere Tristesse der deutschen Dauerkrise warf ihre Schatten im Vorfeld auf die Großveranstaltung. Das bittere 1:4 gegen Italien im Testspiel im eisigen März ließ die Meckerer auf Hochtouren laufen. Kurz vor der WM dominierte Angst die Debatte: Hooligans, Prostitution und andere Probleme.

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