"Um Platz zu machen" von

Kopenhagener Zoo tötet
Löwen-Familie

Trotz internationaler Proteste: Nach Giraffe Marius müssen vier Löwen sterben

Löwen in Kopenhagen © Bild: APA/EPA/Mads Nissen

Nach heftigen Protesten gegen den Tod der Giraffe Marius hat der Kopenhagener Zoo erneut Tiere getötet. Vier Löwen starben am Montag, um Platz für eine neue Generation zu machen. "Der Generationswechsel war schon lange geplant, weil die beiden Zuchtlöwen des Zoos sehr alt waren."

Mit den zwei alten Löwen starben auch ihre beiden Jungen. Sie wären dem Zoo zufolge allein nicht zurechtgekommen.

Löwen in Kopenhagen
© APA/EPA/Mads Nissen Auch diese beiden Jungen wurden getötet. (Bild aus Juli 2013)

Scharfe Kritik von Tierschützern

Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" hat die Entscheidung des Kopenhagener Zoos unterdessen scharf kritisiert: "Das erneute Töten gesunder Tiere durch den Zoo in Kopenhagen ist eine unnötige Grausamkeit und zeugt von Missmanagement", sagt "Vier Pfoten"-Geschäftsführer Heli Dungler in einer Aussendung. Die Tierschützer fordern generell eine Berücksichtigung von ethischen Aspekten: Zoos sollen laut "Vier Pfoten" ihr Zuchtmanagement und ihren Tierbestand so planen, dass keine überflüssigen oder unpassenden Tiere anfallen, die dann sinnlos getötet werden.

"Völlig unverständlich ist, dass offenbar zehn Monate vor der Ankunft des neuen Löwenmännchens noch Nachwuchs zugelassen worden ist, der nun entsorgt wurde. Einfach nur Tiere planlos zu produzieren und sie dann zu töten, ist verantwortungslos und hat nichts mit einem Bildungsauftrag oder einer wissenschaftlichen Grundlage zu tun – beide Aspekte sollten aber die Säulen eines Zoos des 21. Jahrhunderts sein", kritisiert Dungler. Zoos seien dazu angehalten Maßnahmen zur Verhinderung der Fortpflanzung zu treffen, wenn der Nachwuchs nicht artgemäß untergebracht werden kann. Ältere Tiere dürfe man nicht einfach töten, um Platz für neue Rudelmitglieder zu schaffen.

Das Schicksal des Giraffenjungen Marius hatte dem Zoo in der dänischen Hauptstadt ungewollt weltweite Aufmerksamkeit beschert. Eine Welle der Empörung war hochgeschwappt, nachdem die Giraffe aus Platzmangel getötet und vor Kinderaugen obduziert worden war. Marius' Fleisch wurde teilweise an Raubtiere verfüttert. Eine Online-Petition hatte die Schließung des Zoos gefordert.

Kommentare

Wie ich schon anlässlich der Tötung von Marius gepostet habe - der Zoodirektor gehört einfach weg. Dieses Missmanagement, wie Dungler auch kritisiert, findet schon lange in diesem Zoo statt und Tiere werden dort laufend Tiere getötet. Das ist wirklich ein Skandal!!!

Martina Michaela

Man sollte bei der Menschheit anfangen. Unglaublich das Verhalten der dänischen Zoos. Die sind einfach unfähig Tiere zuhalten.

wie kann ein zoo einen löwen töten? abgesehen davon, dass das eine riesige frechheit ist und der zoodirektor zur verantwortung gezogen werden muss ...

Riesenschweinerei!!!!!!!!

Cool , in Dänemark wird alles einfach BESEITIGT was stört!!!
Was für ein Land!

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