"Konsument"-Test: Sonnenschutzmittel für Kinder halten oft nicht, was sie versprechen

Kein einziges "sehr gut", nur zweimal Note "gut" Angegebener Lichtschutzfaktor häufig unterschritten

Kinderhaut ist empfindlicher als die von Erwachsenen und muss deshalb besonders gut vor einem Zuviel an Sonneneinstrahlung geschützt werden. Das Testmagazin "Konsument" untersuchte deshalb die Verlässlichkeit von Sonnenschutzmitteln für Kinder mit Lichtschutzfaktor (LSF) 30 bis 50+. Fazit: Nur zwei Produkte konnten einigermaßen überzeugen. Ein Produkt schützt weit weniger als angegeben.

Von acht getesteten Sonnenschutzmitteln schnitten nur die Sonnenmilch "Nivea Sun" (LSF 50+) und die Creme von "Penaten Baby" (LSF 40) "gut" ab. Unterschiede gibt’s bei diesen beiden Mitteln nur beim Preis: Das Produkt von "Nivea" kostet rund halb so viel wie die "Penaten"-Creme. Weit weniger Schutz als behauptet bietet "Avon". Bei der Spray-Lotion wurde der angegebene LSF um mehr als 20 Prozent unterschritten.

Hautfreundlichkeit bei Kids besonders wichtig
Da Kinderhaut viel empfindlicher ist als jene von Erwachsenen, sollten Eltern nur solche Produkte wählen, die weitgehend frei von Konservierungs-, Parfüm- und Farbstoffen sowie Emulgatoren sind. Als besonders hautfreundlich erwiesen sich im Test die Produkte von "Nivea" und "Penaten Baby". Die Kindersonnenmilch von "ilrido" enthält dagegen eine chemische Filtersubstanz, die im Verdacht steht, hormonähnlich zu wirken.

Alle getesteten Sonnenschutzmittel wasserfest
Alle getesteten Sonnenmittel sind wasserfest. Allerdings geht der Schutz durch ausgiebiges Plantschen, Schwitzen und Abrieb teilweise wieder verloren. Ärgerlich beim Eincremen der Sprösslinge: Die meisten Mittel sind entweder so pastös, dass sie sich kaum aus der Tube drücken lassen, oder viel zu dünnflüssig.

Experten-Tipp: "Reichlich auftragen"
"Sonnenschutzmittel wirken nur dann sinnvoll, wenn sie reichlich aufgetragen sind", weiß "Konsument"-Kosmetikexperte Konrad Brunnhofer und rät, die Mittel gezielt auszusuchen: "Je heller die Haut und je stärker die zu erwartende Strahlungsintensität, desto höher sollte der Lichtschutzfaktor sein". (red)