Konkursverfahren gegen Inku AG eröffnet:
Raumausstatter strebt Zwangsausgleich an

Gläubiger können Forderungen bis Februar anmelden Frima soll unter Masseverwalters fortgeführt werden

Konkursverfahren gegen Inku AG eröffnet:
Raumausstatter strebt Zwangsausgleich an © Bild: APA/Robert Jäger

Das Landesgericht Korneuburg hat dem heute gestellten Konkursantrag des börsenotierten Raumausstatters Inku stattgegeben und das Konkursverfahren offiziell eröffnet, teilte der KSV mit. Zum Masseverwalter wurde der Rechtsanwalt Helmut Platzgummer bestellt. Inku teilte mit, dass die Fortführung des Unternehmens beabsichtigt sei und ein Zwangsausgleich angestrebt werde.

Die erste Gläubigerversammlung und Berichtstagsatzung wurde für den 11. Dezember 2008 anberaumt, die Prüfungstagsatzung wird am 19. Februar 2009 stattfinden. Die Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 5. Februar 2009 über den KSV anmelden.

Zwangsausgleich angestrebt
Die Passiva werden vom Unternehmen mit 11,6 Mio. Euro beziffert. Damit liegt dieser Fall an sechster Stelle der größten Niederösterreichischen Insolvenzen des Jahres 2008, so der KSV. Es sei geplant, das Unternehmen auch während des Konkurses unter Aufsicht des Masseverwalters fortzuführen und den Gläubigern einen Zwangsausgleich anzubieten. Erst anlässlich der Berichtstagsatzung werde Klarheit darüber herrschen, ob der Masseverwalter die Fortführung des Betriebes befürwortet und die Sanierbarkeit durch einen Zwangsausgleich bestätigt.

Der KSV steht den Sanierungsbestrebungen des Unternehmens grundsätzlich positiv gegenüber, doch werde erst nach Vorliegen aller Zahlen und Fakten zu beurteilen sein, zu welchen Bedingungen ein Zwangsausgleich für die Gläubiger akzeptabel sei, heißt es weiter.
(apa/red)