Konjunktur von

Touristen "retten" Griechenland

Tourismusboom schwächt Rezession ab - heuer 17 Millionen Urlauber zu Gast

Touristin in Griechenland © Bild: thinkstock.at

Die Rezession in Griechenland lässt unerwartet deutlich nach. Im zweiten Quartal schrumpfte die Wirtschaft dank des wieder boomenden Tourismus so langsam wie seit drei Jahren nicht mehr. Für die zweite Jahreshälfte sagen Experten ein noch geringeres Minus voraus, für 2014 wird sogar ein kleines Wachstum erwartet.

Das Bruttoinlandsprodukt fiel um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistikamt Elstat am Freitag in Athen mitteilte. Das war der 20. Rückgang in Folge, aber auch zugleich der kleinste seit dem Frühjahr 2010. Eine erste Schätzung hatte ein Minus von 4,6 Prozent ergeben. Anfang 2013 war die Wirtschaft noch um 5,6 Prozent geschrumpft.

Besonders die Dienstleister schlugen sich besser als bisher angenommen - vor allem wegen der guten Feriensaison. In diesem Jahr werden 17 Millionen Urlauber in Griechenland erwartet und damit so viele wie noch nie, weil Touristen die unsicheren nordafrikanischen Länder wie Ägypten meiden. Die Branche rechnet mit einem Umsatzplus von zehn Prozent auf elf Milliarden Euro. Der Tourismus macht etwa 17 Prozent der Wirtschaftsleistung Griechenlands aus; jeder fünfte Grieche arbeitet in dieser Branche. Auch die Industrie sieht wieder Licht am Ende des Tunnels: Der Einkaufsmanagerindex kletterte im August auf den besten Wert seit fast vier Jahren.

"Die Rezession wird im dritten Quartal dank der guten Tourismussaison weiter nachlassen", sagte Ökonom Dimitris Maroulis von der Alpha Bank. Auch für das Jahresende zeichne sich Besserung ab. Griechenland steckt seit 2008 in der Rezession und hat seither 23 Prozent seiner Wirtschaftskraft eingebüßt. Mit fast 28 Prozent ist die Arbeitslosenquote so hoch wie nie zuvor. Das würgt den Konsum ab, eigentlich das Rückgrat der Wirtschaft.

Die EU-Kommission sagt für das Gesamtjahr 2013 noch einmal ein Schrumpfen der Wirtschaft um 4,2 Prozent voraus, etwas weniger als im Vorjahr. "Das ist erreichbar", sagte Maroulis. Für das nächste Jahr erwarten EU-Kommission wie Internationaler Währungsfonds (IWF) die Rückkehr des Landes in die Wachstumszone mit einem Mini-Plus.

Kommentare

Völliger Schwachsinn! Griechenland ist nicht mehr zu retten! Nicht einmal in 100 Jahren kann Griechenland seine Schulden bezahlen. Von Zinsen und Zinseszinsen ganz zu schweigen.
(Mit dem Geld aus Österreich könnten sämtliche Mindestpensionsbezieher im eigenen Land lebenslang € 22.000 Pension bekommen!)

Georg Lobnig

Finde die Entwicklung begrüßenswert.

brauser49

Jetzt noch mehr in Richtung All-inklusive gehen wie wir das von Aegypten und Tunesien kennen dann wird das schon !

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