Konjunktur-Studie bis 2020: China, USA und Indien sind die Wachstumsmotoren

USA bleiben an Spitze der größten Wirtschaftsräume China wird für das größte Wachstum weltweit sorgen

Beinahe 40 Prozent des weltweiten Wirtschaftswachstums kommen in den nächsten 15 Jahren aus China (27 Prozent) und Indien (12 Prozent). Brasilien und Russland fallen zurück und tragen jeweils nur noch etwas mehr als zwei Prozent zum globalen Wachstum zwischen jetzt und 2020 bei. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Foresight 2020" des britischen Wochenmagazins "Economist".

Die USA werden in diesem Zeitraum 16 Prozent zum Weltwirtschaftswachstum beitragen. Damit bleiben sie an der Spitze der größten Wirtschaftsräume der Welt und übertreffen andere bedeutende Industrieländer in ihrer Wirtschaftsleistung bis 2020. Den USA wird von der Studie ein jährliches Wachstum von fast drei Prozent vorhergesagt, verglichen mit 2,1 Prozent für die EU-25 und weniger als einem Prozent für Japan, dessen Bevölkerung schrumpfen wird.

Die EU wird das vergleichsweise schwächere Konjunkturwachstum mit einer territorialen Expansion wettmachen und auf eine Gruppe von mehr als 30 Länder anwachsen. Das durchschnittliche Einkommen in der erweiterten Union werde aber auch 2020 nur 56 Prozent des US-Niveaus erreichen, so die Studie.

China wird wirtschaftlich bis 2020 zu den USA aufschließen, und Asien wird seinen Anteil am weltweiten Bruttoinlandsprodukt gemessen an der Kaufkraft steigern von 35 Prozent 2005 auf 43 Prozent 2020 erhöhen.

Auf einer Pro-Kopf-Basis werden Indien und China weit ärmer bleiben als westliche Länder. Zudem gebe es in der Region eine Reihe von Risiken. Asien werde zwar den Abstand bei Wohlstand, Macht und Einfluss verringern, aber nicht ganz zum Westen aufholen können. (apa)