Konjunktur von

Österreich trotzt der Krise

Heimische Wirtschaft wächst auf hohem Niveau - Deutschland hingegen stagniert fast

Konjunktur - Österreich trotzt der Krise © Bild: GEPA

Die Wirtschaftskrise ist überall. Überall? Nein! Ein kleines Land namens Österreich trotzt dem allgemeinen Trend und wächst auf hohem Niveau. Im Gegensatz dazu kommt der deutsche Aufschwung fast vollständig zum Erliegen. Und auch andere führende Industriestaaten wie die USA oder Japan kämpfen mit massiven Wachstumsproblemen.

Trotz der Börse-Turbulenzen legte Österreichs Bruttoinlandsprodukt-Plus gegenüber dem ersten Quartal von 0,8 auf wiederum 1,0 Prozent zu. Zum Vergleich: Die Wirtschaftsleistung in der EU und in der Eurozone ist im zweiten Quartal im Vergleich zu den ersten drei Monaten des laufenden Jahres um 0,2 Prozent gestiegen.

Im Jahresabstand bremste sich der reale Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts aber von 4,2 auf 3,7 Prozent ab, wie das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) bekannt gab.

Der Hauptimpuls ging erneut von der Außenwirtschaft aus, aber bei geringerem Anstieg des Warenhandels. Neben der Abschwächung der Zuwächse im Außenhandel verringerte sich die Expansion der Investitionen. Damit sei der Konjunkturimpuls offenbar noch immer nicht ausreichend vom Außenhandel auf die Binnenkonjunktur übergesprungen, so das WIFO.

Deutschland stagniert fast
Im Gegensatz dazu ist der deutsche Aufschwung im zweiten Quartal fast zum Erliegen gekommen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von April bis Juni nur noch um 0,1 Prozent im Vergleich zum ersten Vierteljahr, teilte das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mit. "Das ist das langsamste Wachstum seit Jahresbeginn 2009, als die Finanzkrise ihren Höhepunkt erreichte", sagte ein Statistiker.

Die 45 von Reuters befragten Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet, wobei ihre Prognosen von 0,2 bis 0,8 Prozent reichten. Das Wachstum für das erste Quartal korrigierten die Statistiker gleichzeitig von 1,5 auf 1,3 Prozent nach unten.

"Die privaten Konsumausgaben und die Bauinvestitionen bremsten die deutsche Wirtschaft im zweiten Vierteljahr 2011", hieß es. Weil die Importe schneller stiegen als die Exporte, kamen auch vom Außenhandel negative Impulse. Dagegen zogen Investitionen der Unternehmen an und hielten die Wirtschaft damit auf Wachstumskurs. Details wollen die Statistiker am 1. September nennen.

Probleme auch bei den USA
Auch in anderen führenden Industriestaaten hatte sich das Wachstum im Frühjahr merklich abgekühlt. Die weltgrößte Volkswirtschaft USA schaffte ein Plus von rund 0,3 Prozent, während die japanische Wirtschaft sogar um 0,3 Prozent schrumpfte. In Frankreich stagnierte die Wirtschaft, in Spanien wuchs sie um 0,2 Prozent.

Kommentare

Abwarten. Wenn Deutschland stagniert ist es nur eine Frage der Zeit bis bei uns die Wirtschaft stottert.

Bei den Lohnverhandlungen geht es der Wirtschaft gleich wieder viel schlechter!

Wie gut würde es uns erst gehen wenn wir die Mrd. im eigenen Land investieren könnten statt sie nach Griechenland & Co zu schicken.

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