Konflikt in Syrien von

UNO entsendet Beobachter

Blauhelme sollen brüchige Waffenruhe überwachen. Kämpfe in Homs dauern weiter an

Konflikt in Syrien - UNO entsendet Beobachter © Bild: Reuters

Die UNO-Beobachter haben am Montag ihre Arbeit in Syrien begonnen. Zuvor hatte der Sicherheitsrat am Wochenende den Weg für zunächst 30 Kontrolleure frei gemacht. UNO-Generalsekretär Ban erklärte, die Beobachtermission werde später insgesamt etwa 250 Mitglieder haben. Unterdessen erwies sich die seit Donnerstag geltende Waffenruhe erneut als brüchig. Die syrische Armee griff wieder die Rebellenhochburg Homs an und lieferte sich Gefechte mit Deserteuren.

Die Aufgabe der Blauhelme wird es sein, den Truppenabzug aus den Städten und die bisher brüchige Waffenruhe zu überwachen. Der Sicherheitsrat hatte am Samstag in New York beschlossen, umgehend ein Team nach Damaskus zu schicken. Es war die erste UNO-Resolution zu Syrien seit Beginn der Proteste gegen das Assad-Regime vor 13 Monaten, nachdem sich auch Russland mit dem Resolutionsentwurf einverstanden erklärte. Laut der einstimmig verabschiedeten Resolution 2042 muss Syrien den Beobachtern Bewegungsfreiheit zugestehen.

Die ersten internationalen Beobachter seien in Damaskus und nähmen ihre Arbeit am Montagfrüh auf, sagte ein UNO-Sprecher in New York. Der Sicherheitsrat machte den Weg für zunächst 30 Kontrolleure frei. UNO-Generalsekretär Ban erklärte, die Beobachtermission werde später insgesamt etwa 250 Mitglieder haben.

Brüchige Waffenruhe
Am Sonntag erwies sich die eigentlich seit Donnerstag geltende Waffenruhe erneut als brüchig: Die syrische Armee griff wieder die Rebellenhochburg Homs an und lieferte sich Gefechte mit Deserteuren. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London mitteilte, begann der Beschuss in Homs am Samstag und dauerte am Sonntag an. Es waren die heftigsten Angriffe seit dem Beginn der Waffenruhe.

Landesweit starben am Wochenende laut der Beobachtungsstelle mindestens 18 Menschen, seit Beginn der Waffenruhe waren es mehr als 30, die meisten von ihnen Zivilisten.