Kommunal- und Teil-Regionalwahlen:
Sozialisten und Konservative gleichauf

Beide großen Parteien erklären sich zum Sieger

Nach den Kommunal- und Teil-Regionalwahlen in Spanien haben sich die beiden großen Parteien zum Sieger erklärt. Die oppositionelle Volkspartei (PP) lag nach Auszählung aller Stimmen mit 35,6 Prozent knapp vor den regierenden Sozialisten von Ministerpräsident Zapatero mit 34,9 Prozent. Von den 66.162 zu vergebenden Gemeinderatsmandaten hingegen gewannen die Sozialisten 679 mehr als die PP.

Beide Parteien konnten ihre Hochburgen weitgehend behaupten. Allerdings können die Sozialisten auf den Balearen, den Kanaren und in der nordspanischen Region Navarra, wo sie bisher in der Opposition waren, mit kleineren Parteien Koalitionsregierungen bilden. Die Sozialisten siegten auch in Sevilla, Barcelona und anderen traditionell linken Städten.

Die Abstimmung vom Sonntag über Stadträte und Bürgermeister landesweit sowie über 13 der 17 Regionalparlamente war der erste große Stimmungstest für Zapatero seit seinem Amtsantritt 2004. Die nächste Parlamentswahl findet im März kommenden Jahres statt. In den vergangenen 20 Jahren gewann in Spanien jeweils die Partei die Parlamentswahlen, die bei den vorangegangenen Kommunal- und Regionalwahl die meisten Stimmen bekommen hatte.

Die PP von Oppositionsführer Rajoy festigte ihren Vorsprung sowohl in der Region als auch der Hauptstadt Madrid, wo sie ihre absolute Mehrheit auf 55,5 Prozent ausbauen konnte. Auch in Valencia, der drittgrößten Stadt des Landes, kann die Volkspartei weiterregieren. Die Konservativen verteidigten auch ihre Mehrheit in den Regionen Kastilien-Leon, Valencia, Murcia und La Rioja.

(apa/red)