Kommt Projekt Skylink wieder ins Rollen?
Flughafen drückt bei Terminalbau aufs Gas

Summe von 830 Mio. soll nicht überschritten werden Rechnungshof will im Oktober mit Prüfung beginnen

Kommt Projekt Skylink wieder ins Rollen?
Flughafen drückt bei Terminalbau aufs Gas © Bild: APA/Flughafen

Der Flughafen Wien legt bei der Weiterführung der Bauarbeiten am Skylink-Terminal wieder den ersten Gang ein. Die Verhandlungen mit den Auftragnehmern sind im Laufen und gestalten sich "positiv". Über die genauen Kosten für die Fertigstellung herrscht zwar noch keine Klarheit, immerhin gebe es aber keine Indizien dafür, dass die Summe die zuletzt veranschlagten 830 Mio. Euro überschreiten werde.

Ziel sei, dass diese Investitionssumme unterschritten werde und der Zeitplan eingehalten werden könne, erklärte die Flughafen Wien AG in einer Ad-hoc-Aussendung.

Mitte Oktober will Rechnungshof-Präsident Josef Moser mit der Prüfung des Flughafens Wien beginnen, berichtet das "WirtschaftsBlatt" - obwohl die vom Nationalrat abgesegnete RH-Kompetenzerweiterung noch der Zustimmung des Bundesrates und der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt bedarf. Da im Gesetzestext ein Hinweis auf die rückwirkende Prüfkompetenz fehle, mache sich der Airport Hoffnungen, dass eine Skylink-Prüfung weiter nicht möglich sei, so die Zeitung. Unternehmenssprecher Peter Kleemann stellt das zwar in Abrede, der Grüne RH-Experte Heinz Hattinger hält dies aber wegen zu schwammiger Formulierungen im Gesetz für denkbar.

Anlassfall für die Gesetzesänderung war der - vorübergehend gestoppte - Bau des neuen Flughafen-Terminals Skylink, bei dem die Kosten von ursprünglich rund 400 auf 830 Mio. Euro explodiert sind; in Medienberichten waren dabei weitere Kostenanstiege in Richtung einer Milliarde Euro nicht ausgeschlossen worden. Am Flughafen Wien halten die Länder Wien und Niederösterreich 40 Prozent.
(apa/red)