Kommt Chrysler unter die Räder? Konzern wartet mit Hochspannung auf erste Angebote

DaimlerChrysler: Auch Magna, Cerberus interessiert Hauptversammlung im April wird zum Schicksalstag

Kommt Chrysler unter die Räder? Konzern wartet mit Hochspannung auf erste Angebote

DaimlerChrysler erwartet Kreisen zufolge bereits Ende des Monats erste, vorläufige Gebote für die US-Tochter Chrysler. Damit könnte DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche bereits auf der Hauptversammlung am 4. April in Berlin einen ersten Überblick über den Stand der Dinge zu geben. Ein DaimlerChrysler-Sprecher wollte das nicht kommentieren. Für Chrysler stünden alle Optionen offen, sagte er.

Bisher hätten sich Blackstone, Cerberus und der kanadische Autozulieferer Magna International als führende Kandidaten für Chrysler hervorgetan, hieß es in den Kreisen.

Allerdings dürfte kein Interessent bis Ende März ein detailliertes Angebot ausgearbeitet haben. Auch General Motors habe mit Chrysler über eine mögliche Akquisition oder eine erweiterte Zusammenarbeit gesprochen, verlautete aus mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen.

Durch eine rasche Vorauswahl wäre DaimlerChrysler einen Schritt weiter in einem Verfahren, das sehr kompliziert werden könnte.

Zetsche hatte Mitte Februar angekündigt, alle Optionen zu prüfen, um die Zukunftsaussichten für den in die Verlustzone abgerutschten Autobauer Chrysler und den Konzern zu verbessern. Damit hatte er erstmals offen eine Abspaltung und einen Verkauf von Chrysler in Erwägung gezogen.

Die Gespräche mit möglichen Käufern der angeschlagenen US-Sparte von DaimlerChrysler befinden sich nach einem Bericht des "Wall Street Journal" in einem fortgeschrittenen Stadium. Der Käufer könnte auch ein Partner bei Teilen und Systemen sein.

(apa/red)