Kommt bald eine Autobahn-Sparvariante? ASFINAG-Vorstand stellt Zukunftspläne vor

10 % Reduktion bei den Baukosten sind die Vorgabe Sind Österreichs Pannenstreifen vielleicht zu breit?

Kommt bald eine Autobahn-Sparvariante? ASFINAG-Vorstand stellt Zukunftspläne vor

ASFINAG-Chef Christian Trattner, der in den nächsten Jahren laut Regierungsübereinkommen 4,5 Milliarden Euro verbauen darf, will die geplanten Investitionsspitzen "glätten". Zehn Prozent Reduktion bei den Baukosten sind die Vorgabe der neuen Regierung, dieses Ziel könne "vielleicht noch nicht heuer, aber in den nächsten Jahren sicher" erreicht werden.

Wie, das erklärt Trattner Wirtschaftsmagazin "trend": "Man kann Autobahnen auf ebener Fläche um 25 Millionen Euro pro Kilometer bauen oder um zehn Millionen. Man kann die Trassen tief ausgraben, danach drüber Platten legen, damit jeder Hase queren kann" - oder eben nicht. Ein anderer Vorschlag des ASFINAG-Chefs: "Man kann Abfahrten für achtzig Stundenkilometer dimensionieren oder für fünfzig". Oder: "Wir bauen irrsinnig viele Tunnels. Man kann stattdessen ja auch um den Berg herumfahren."

Zu breite Pannenstreifen?
Trattner findet, dass die Pannenstreifen in Österreich überdurchschnittlich breit sind, er hält fest, dass Österreich zur Zeit "viel mehr als andere Länder investiert" - und zieht den Vergleich mit Deutschland: Dort wurden im Jahr 2006 2,9 Milliarden Euro für Autobahnneubauten ausgegeben, im vergleichsweise winzigen Österreich 800 Millionen. Trattner will gelockerte Behördenauflagen, will weniger Grundablöse zahlen, weniger für Umweltschutz aufwenden. Sein Fazit, klipp und klar: "Eine Kurskorrektur ist zwangsläufig notwendig." (APA/OTS)