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Olympische Traumtänzer unterwegs

NEWS-Sportchef Tino Teller über den Irrsinn einer Wiener Olympia-Bewerbung

NEWS-Sportchef Tino Teller © Bild: NEWS/Stögmüller Katharina

Was sind schon die paar „Netsch“ für ein Parkpickerl, wenn die Stadtregierung den Bürgern eine wahrhaft milliardenschwere Frage stellt: Soll sich Wien um Olympische Sommerspiele bewerben?

Michael Häupl & Co sind da nicht so kleinlich wie das ÖOC, dessen Präsident eine solche Bewerbung angesichts der Kosten für illusorisch hält. Nur Kleingeister verweisen zum Beispiel auf Athen, das sich von den Spielen 2004 finanziell bis heute nicht erholt hat. Oder auf das diesjährige Olympiaspektakel in der Weltmetropole London, dessen Kosten sich von den ursprünglich geplanten knapp drei Milliarden Euro in der vorläufigen Endabrechnung auf knapp 15 Milliarden verfünffacht haben.

Frühestens 2024 oder 2028 soll also Wien der Nabel der internationalen Sportwelt sein. Bis dahin wird hoffentlich auch das Stadthallenbad wieder aufsperren. Und das Happel-Stadion im Prater zumindest dem UEFA-Top-Standard entsprechen. Nur die Rapidler werden dann noch immer von einer neuen Heimstätte träumen. Wetten?

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