Markus R. Leeb von

Die Banken spielen mit Gold

Über die Verunsicherung der Gold-Anleger

Markus R. Leeb © Bild: NEWS/Katharina Stögmüller

Wer meint, als Steuerzahler wird man ausgenommen, der hat seine Rolle als Geldanleger noch nicht richtig wahr genommen.
Die Masse der Anleger hat Gold als fixen Bestandteil eines Portfolios im Laufe der vergangenen Krisenjahre wieder akzeptiert.
Und genau jetzt kommt es zum großen Wertverfall des Edelmetalles.

Der Rückgang auf unter 1.400 Dollar pro Unze Gold bedeutet einen Wertverlust von gut 25 Prozent, wenn man das Allzeithoch von 1.920 Dollar als Maßstab nimmt. Das ist bitter für alle, die zu hohen Kursen gekauft haben. Betrachtet man den Grund für den Kursrutsch, so stößt man bald auf eine Reihe von negativen Analysen, die vor allem von großen Finanzinstituten ausgegangen sind. Sicher ist, dass diese Ansammlung von Negativprognosen nicht allen Schaden zugefügt hat.

Fundamental spricht wenig für einen dauerhaften Wertverfall von Gold: die alten Staatsschulden werden weltweit mit neuen Schulden bekämpft. Die USA wirft die Notenpresse an und druckt Milliarden von Dollar. Viele Experten glauben nach wie vor an Gold. Superfund-Gründer Christian Baha prognostiziert sogar einen Gold-Kurs von 3.000 bis 5.000 Dollar pro Unze in den kommenden fünf bis zehn Jahren. Fazit: Verkaufen würde ich jetzt sicher nicht.

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