Kommandanten treffen sich zum Essen:
Grenzkonflikt soll nicht weiter ausarten

Thailand und Kambodscha um Deeskalation bemüht Regelmäßige Offiziers-Treffen an Grenze vereinbart

Kommandanten treffen sich zum Essen:
Grenzkonflikt soll nicht weiter ausarten
© Bild: AP/Sinith

An der umstrittenen Grenze zwischen Thailand und Kambodscha sind Soldaten beider Länder zu informellen Gesprächen zusammengekommen. Der kambodschanische Kommandant Srey Deok und der thailändische Kommandeur Chayan Huaysoongnern befahlen ihren Soldaten bei der Begegnung, nicht wieder aufeinander zu schießen. Anschließend veranlassten die Kommandanten, dass sich die Kompaniechefs beider Seiten die Hände schüttelten. Am Mittwoch waren bei Kämpfen an der Grenze zwei kambodschanische Soldaten getötet und sieben thailändische verletzt worden.

"Lasst uns unseren Soldaten sagen, dass sie sich hinsetzen und miteinander reden sollen", sagte Srey Deok, bevor er gemeinsam mit seinem thailändischen Kollegen ein Mittagessen in einer Pagode in dem umstrittenen Grenzgebiet einnahm. Vereinbart wurden regelmäßige Treffen zwischen Offizieren beider Seiten, um Spannungen abzubauen.

Hintergrund für den jüngsten Konflikt ist ein jahrzehntealter Territorialstreit um den Hindu-Tempel Preah Vihear, der vor drei Monaten eskaliert war. Die UNESCO hatte den Tempel, dessen Haupteingang auf thailändischer Seite liegt, Mitte Juli als kambodschanisches Gebäude auf die Weltkulturerbe-Liste aufgenommen - zum großen Ärger thailändischer Nationalisten. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hatte 1962 entschieden, dass die Ruinen von Preah Vihear zu Kambodscha gehören.

(apa/red)