Kombination: Deutscher Kircheisen
am Holmenkollen zum 6. Weltcupsieg

Gottwald nach Sprung-Problemen noch Neunter

Die ÖSV-Kombinierer sind zwei Wochen nach dem Ende der Winterspiele weit von ihrer Topform entfernt. Doppel-Olympiasieger Felix Gottwald besticht zwar weiter mit seiner tollen Laufleistung, Podestplätze waren für den Salzburger in den Weltcupbewerben am Holmenkollen am Wochenende wegen der Probleme auf der Schanze aber außer Reichweite. Am Sonntag wurde er im Sprint am Osloer Holmenkollen Neunter.

Gottwald lief zwar die fünfte Laufbestzeit in Serie, mehr als gerade noch ein einstelliger Endplatz (+31,4 Sekunden) war nach Platz 35 im Springen aber nicht möglich. Den Sieg sicherte sich der Deutsche Björn Kircheisen.

Cheftrainer Günther Chromecek konnte am vorletzten Wochenende seiner Tätigkeit nicht zufrieden sein. Zu groß waren schon nach dem Springen die Rückstände der Team-Olympiasieger Christoph Bieler (11.), Mario Stecher (22.) und Michael Gruber (23.). Für einen Lichtblick neben der Laufstärke Gottwalds ("Zumindest gibt es zur Zeit keine Zweifel darüber, wer der schnellste Kombinierer ist") sorgte Bernhard Gruber, der mit Rang zehn (nach Platz sechs im Springen) seinen ersten Top-Ten-Platz erreichte.

"Heute haben einige meiner Athleten gezeigt, dass sie immer noch gewillt sind, ihr Leistungsmaximum zu präsentieren. Deshalb freue ich mich auf meine 'Abschiedstournee' nach Japan", sagte Chromecek, der seine Schützlinge am Samstag (kein Top-Ten-Platz, Gottwald 11.) kritisiert hatte. Bernhard Gruber hat ein wichtiges Ziel erreicht. "Normal ist er Sprint nicht meine Stärke, aber heute konnte ich mit Hilfe von Bieler meine beste Weltcup-Platzierung herausholen", freute sich der Salzburger.

Kircheisen lief von Platz neun zu seinem zweiten Saisonsieg, dem sechsten Erfolg seiner Karriere. Der Sachse setzte sich vor dem Norweger Magnus Moan (+3,7) und dem Finnen Anssi Koivuranta (5,1) durch. Die Österreicher sind auch in dem von Hannu Manninen gewonnenen Gesamt-Weltcup ins Hintertreffen geraten. Gottwald ist als bester ÖSV-Kombinierer nur noch Sechster, unmittelbar vor Bieler. Der Sprint-Weltcup ging ebenfalls an Manninen.

(apa)