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Kolumbianische FARC-Guerilla übergibt letzte Kindersoldaten

Noch etwa 170 Minderjährige bei linken Rebellen

Bis zum Dienstag will die kolumbianische FARC-Guerilla die letzten minderjährigen Kämpfer übergeben. Das habe einer der Anführer, Felix Munoz, alias "Pastor Alape" zugesichert, berichtete Radio Caracol am Freitagabend (Ortszeit). Die Regierung schätzt, dass zuletzt insgesamt rund 170 Minderjährige in Reihen der linken Guerilla waren.

Seit 2016 wurden im Zuge des Friedensprozesses 86 Minderjährige dem Internationalen Roten Kreuz übergeben. Die Vereinten Nationen hatten in den 26 Entwaffnungszonen in den vergangenen Monaten tausende Waffen, Granaten und andere Munition von den 6.800 Kämpfern eingesammelt. Diese hatten sich dort seit Anfang des Jahres gesammelt, um den Übergang in ein normales Leben vorzubereiten. Präsident Juan Manuel Santos bekam für seine Bemühungen, diesen längsten Konflikt der westlichen Hemisphäre zu beenden, im vergangenen Jahr den Friedensnobelpreis.

Zur Gründung einer Partei am 27. August lud die 1964 gegründete Guerilla auch den früheren argentinischen Fußballstar Diego Maradona ein, der ein bekennender Freund Kubas und von Venezuelas sozialistischem Präsidenten Nicolas Maduro ist.

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