"Kokain-Opa" als Boss einer Drogenbande:
Der 77-Jährige war jahrelang kriminell tätig

Polizei verhaftet 19 Mitglieder eines Suchtgiftringes Wien: Ehemaliger "Einbrecherkönig" wieder in Haft

"Kokain-Opa" als Boss einer Drogenbande:
Der 77-Jährige war jahrelang kriminell tätig © Bild: APA/Polizei

Der Wiener "Kokain-Opa" ist wieder im Gefängnis: Der 77-Jährige mit langjähriger krimineller Karriere ging der Polizei diesesmal als mutmaßlicher Kopf eines Wiener Suchtgiftringes ins Netz. Neben dem ehemaligen "Einbrecherkönig" wurden 19 Personen angezeigt. Die Polizei fand insgesamt acht Kilo Kokain und 30 Kilo Haschisch, so der Leiter der Außenstelle-Süd des Landeskriminalamts Wien, Oberstleutnant Gerhard Winkler, bei einer Pressekonferenz in Wien.

Nach einem Tipp aus der Szene kam der "Kokain-Opa" einmal mehr ins Visier der Fahnder. Der 77-Jährige hat laut Polizei die erste Lebenshälfte als "Einbrecherkönig" Karriere gemacht und sich danach aufs Drogengeschäft verlegt. Die Polizei wirft dem Mann diesesmal vor, 50 Schmuggelfahrten von Amsterdam nach Wien unternommen und dann die Ware an einen Verteilerring übergeben zu haben. "Er ist teilgeständig", sagte der leitende Ermittler, Manfred Vorlaufer.

Im Zuge der Ermittlungen wurden 15 Telefone überwacht, bei den darauffolgenden Zugriffen wurden 13 Personen festgenommen, elf davon landeten in Untersuchungshaft. Der 77-Jährige hatte einen Teil der Drogen in Häusern in Wien versteckt, in denen er unter dem Namen Johann Strauss Wohnungen angemietet hatte. Suchtgift fanden die Beamten in einem im Hof abgestellten Moped und in Mauervorsprüngen.

Mittäter aus seinem Umfeld
Die Mittäter stammen allesamt aus dem Umfeld des "Kokain-Opas". Die Einvernahme des Pensionisten gestaltete sich bei dem Routinier schwierig. "Er gesteht nur, wenn er es will", sagte Vorlaufer. Durch den großen Indiziendruck hat er inzwischen allerdings einen Teil der Taten zugegeben. "Ein Geständnis ist vor Gericht ein Milderungsgrund. Der einzige, den er hat", meinte der Ermittler.

Die Polizei sucht noch nach einem mutmaßlichen Mitglied des Suchtgiftringes. Peter Michael P. wurde an seiner Adresse nicht angetroffen und dürfte geflohen sein.

(apa/red)

Kommentare

wie dumm muß ein mensch sein um in diesem alter mit drogen zu dealen. geld macht auch vor dem alter nicht halt.
alter esel!!!!

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