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Vier Kilo Kokain in Vatikan-Auto

Französische Zöllner machen überraschenden Fund in Diplomaten-Wagen

Kokain © Bild: thinkstock.at

In einem Diplomaten-Wagen des Vatikan haben französische Zöllner vier Kilogramm Kokain entdeckt. Der Fahrer und der Beifahrer, zwei Italiener ohne Diplomatenausweis, wurden festgenommen, wie am Dienstag aus französischen Justizkreisen verlautete. Gefunden wurden die Drogen bereits am Sonntag bei einer Routinekontrolle nahe der Alpenstadt Chambery.

In dem Ford mit einem Diplomatenkennzeichen des Vatikan fanden die Zöllner neben dem Kokain auch 200 Gramm Cannabis. Für kirchliche Würdenträger waren die Drogen aber offenbar nicht bestimmt - und der Vatikan beeilte sich zu versichern, dass kein Vertreter des Kirchenstaates in den mutmaßlichen Drogenhandel verwickelt sei.

Auto für Drogenkauf missbraucht

Der Wagen gehört dem argentinischen Kardinal Jorge Maria Mejia, wie der Vatikan am Dienstag nach Angaben der Nachrichtenagentur I.Media bestätigte. Der 91-Jährige ist emeritierter Bibliothekar und Archivar am Heiligen Stuhl. Laut dem Radiosender RTL hatte dessen Privatsekretär das Auto vor wenigen Tagen den beiden Italienern anvertraut, damit diese es einer technischen Kontrolle unterziehen lassen.

Die 30 und 41 Jahre alten Männer fuhren laut RTL aber mit dem Wagen nach Spanien zum Drogen-Kauf - offenbar waren sie überzeugt, mit einem Diplomaten-Kennzeichen würden sie nicht kontrolliert. Ob sich die Sache tatsächlich so abspielte, muss noch geprüft werden, wie Justizkreise betonten. Die beiden Italiener befanden sich am Dienstag weiter in Polizeigewahrsam und sollten am Donnerstag wegen des Vorwurfs des Drogenschmuggels einem Richter vorgeführt werden.

Kommentare

wintersun melden

Hab schon öfter gehört dass in Diplomatenkreisen Drogen und Prostitution ziemlich üblich sein soll. Selbst der CIA soll ja früher Kokain geschmuggelt haben um damit geheimdienstliche Aktionen finanzieren zu können.

Über Bill & Hillary Clinton findet man im Internet auch brisante Geschichten bez. Kokain, scheint da Netzwerke bis an die obersten Stellen zu geben. George W. Bush soll ja auch ein Schneemann gewesen sein.
Allerdings weiß ich nicht ob es diebez. Beweise gibt und möchte das auch nicht weiter recherchieren - wundern täts mich halt nicht dass es stimmt wenn ich mir diese Leute so ansehe.

Auch die US-Armee hat einige Millionäre aus Afghanistan heim gebracht, nicht nur zufällig stieg die Opiumernte dort seit dem Kriegsbeginn 2001 massiv an.

Der War on Drugs scheint also in Wahrheit nur ein Machtkampf um den astronomischen Gewinn zu sein den die Drogen bringen. Die vielen unliebsamen Kontrahenten sperrt man millionenfach weg und schafft sich zudem einen eigenen Industriezweig - Gefängnisse.

strizzi49 melden

Und was hat das jetzt damit zu tun, dass 2 Nichtdiplomaten das Auto missbräuchlich als Drogentransporter verwendet haben? Wenn sie ein Polizeiauto oder einen Rettungswagen genommen hätten, hätten Sie sich dan über die Polizei oder über die Rettung als Drogenschmuggler ausgelassen?

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