Kohn gibt sich ahnungslos: Gründerin der
Medici-Bank bestreitet Madoff-Verwicklung

Kohn: "Es ist mir unbegreiflich und unvorstellbar" profil über das Einvernahmeprotokoll im Wortlaut

Kohn gibt sich ahnungslos: Gründerin der
Medici-Bank bestreitet Madoff-Verwicklung © Bild: APA/Fohringer

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, zeigte sich Sonja Kohn in ihrer Einvernahme durch die Staatsanwaltschaft Wien ahnungslos über die Malversationen des mutmaßlichen Milliardenbetrügers Bernard Madoff. "Es ist mir unbegreiflich und für mich unvorstellbar, wie Madoff an allen Kontrollinstanzen vorbei diesen Betrug begehen konnte, ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sonst niemand eingeweiht war", so die Bank-Medici-Gründerin in dem "profil" vorliegenden Einvernahmeprotokoll. Und weiter: "Weder bei mir noch bei anderen Personen oder Aufsichtsorganen hat die Performance einen Verdachtsmoment ausgelöst."

Nach eigenen Angaben hat Kohn selbst in einen von Madoff verwalteten Fonds investiert: "Meine Familie hat drei Millionen Euro und zusätzlich zwei Millionen US-Dollar in diesen Fond investiert." Weiter unklar bleibt allerdings, wo die Provisionen für die Fondsverwaltung geblieben sind. Die Bank Medici selbst erhielt nur einen Bruchteil. "Die Auszahlungen von Provisionen sind Gegenstand von Ermittlungen", so Gerhard Jarosch, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien. Kohn selbst will keinerlei Provisionen erhalten haben: "Über Vorhalt der Behauptungen in den Medien, wonach ich 8,2 Millionen Euro für die Vermittlung von Investoren erhalten hätte, ich betone nochmals, dass ich derartige Beträge nicht erhalten habe, und zwar nicht nur nicht in dieser Größenordnung, sondern gar nicht", so Kohn bei ihrer Einvernahme am 21. April gegenüber der Staatsanwaltschaft.

Mehr zur Einvernahme lesen Sie im aktuellen profil 23/09!