Königliche Umsätze für das Weiße Ballett:
Real Madrid führt bei Einnahmen überlegen

Rivale Barcelona Zweiter bei umsatzstärksten Klubs Top-20-Vereine erwirtschafteten 4,3 Milliarden Euro

Königliche Umsätze für das Weiße Ballett:
Real Madrid führt bei Einnahmen überlegen © Bild: Reuters/Comas

Real Madrid ist in puncto Finanzkraft seinem Erzrivalen FC Barcelona weiter klar voraus. Wie aus der jährlichen Studie der Beratungsfirma Deloitte hervorgeht, liegt Spaniens Rekordmeister mit einem Umsatz von 438,6 Millionen Euro - Transfererlöse nicht eingerechnet - im weltweiten Ranking weiter unangefochten an der Spitze. Auf den Plätzen folgen wie gehabt der FC Barcelona (398,1) und Englands Spitzenreiter Manchester United (349,8).

Die 20 erwartungsgemäß in Europa beheimateten Top-Clubs haben laut der 14. Auflage der "Deloitte Football Money League" in der abgelaufenen Saison 2009/10 insgesamt 4,3 Milliarden Euro erwirtschaftet. Dies ist eine neue Bestmarke. Zusammengesetzt wird das Ranking aus sieben englischen, je vier italienischen und deutschen, drei spanischen und zwei französischen Vereinen. Real vergrößerte seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 35 Mio. Euro. Als erster deutscher Bundesligist durchbrach der viertplatzierte FC Bayern München die Schallmauer von 300 Mio. Euro.

Manchester City ist Aufsteiger
Aufsteiger im Ranking ist Manchester City. Die mit Scheich-Millionen ausgestatteten "Citizens" kletterten von Rang 20 auf 11, sind hinter Stadtrivale United, Arsenal (5.), Chelsea (6.) und Liverpool (8.) aber trotzdem nur die Nummer fünf im englischen Vergleich.

Die Beratungsfirma bezieht sich nach eigenen Angaben in ihren Berechnungen auf Zahlen aus veröffentlichten Jahresbilanzen und weiteren verlässlichen Quellen. Spielertransfers sowie signifikante Erlöse aus Nichtfußballaktivitäten oder Finanztransaktionen werden nicht berücksichtigt. Hohe Umsätze sagen jedoch nichts über den Profit aus, viele Spitzenclubs haben teils sehr hohe Schuldenlasten zu tragen.

UEFA kontrolliert Finanzen stärker
Wegen des Plans der UEFA, Vereine strengeren Finanz-Regeln (Financial Fair Play) zu unterwerfen, könnten die Umsätze künftig wieder zurückgehen. Die Clubs seien "aufgrund der Einführung des UEFA Financial Fair Play zukünftig mehr denn je dazu angehalten, ein vernünftiges Kostenmanagement zu betreiben", meinte Deloitte-Experte Christian P. Schneider.

Österreichischer Club ist in der Rangliste keiner vertreten. Für den Einzug in das Ranking waren 100 Millionen Euro Umsatz nötig, davon ist selbst Österreichs Branchenkrösus Salzburg weit entfernt.

Die 20 umsatzstärksten Clubs weltweit 2009/10:
1. (1)  Real Madrid 438,6 Mio.
2. (2)  FC Barcelona  398,1
3. (3)  Manchester United     349,8
4. (4)  Bayern München     323,0
5. (5)  Arsenal 274,1
6. (6)  Chelsea 255,9
7. (10) AC Milan 235,8
8. (7)  Liverpool 225,3
9. (9) Inter Mailand 224,8
10. (8)  Juventus Turin       205,0
11. (20) Manchester City 152,8
12. (15) Tottenham Hotspur 146,3
13. (11)  Hamburger SV         146,2
14. (13) Olympique Lyon 146,1
15. (14) Olympique Marseille 141,1
16. (16) FC Schalke 04 139,8
17. (18) Atletico Madrid 124,5
18. (12) AS Roma 122,7
19. (--) VfB Stuttgart 114,8
20. (--) Aston Villa 109,4

Quelle: "Deloitte Football Money League"

(apa/red)