Koblenz von

Bomben entschärft

Wegen Aktion mussten 45.000 Menschen ihre Häuser verlassen, Reihnwasser abgepumpt

Koblenz - Bomben entschärft © Bild: APA/DPA

Im Rhein bei Koblenz sind zwei Weltkriegsbomben entschärft worden. Das teilte die Pressestelle der Stadt mit. Koblenz hatte zuvor die größte Evakuierungsaktion wegen eines Blindgängers seit dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland erlebt. Rund 45.000 Einwohner mussten ihre Häuser verlassen.

"Wir sind erleichtert", sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Entschärfung hatte knapp zweieinhalb Stunden gedauert. Der Kampfmittelräumdienst musste sich um eine 1,8 Tonnen schwere britische Luftmine und eine kleinere US-Bombe kümmern. Die Entschärfung der kleineren Bombe galt als besonders kompliziert, denn sie war den Experten zufolge in schlechtem Zustand.

Im Rhein war auch ein Fass mit giftigen Chemikalien aufgetaucht, das am Sonntag noch kontrolliert gesprengt werden sollte. Anschließend wollte die Feuerwehr sichergehen, dass sich nach der Aktion keine Schadstoffe in der Luft befinden. Erst dann könne das Evakuierungsgebiet wieder freigegeben werden, sagte der Sprecher.

Bahn und Schiffe standen
Rund um Koblenz war auch der Bahn- und Schiffsverkehr zum Stillstand gekommen. Sieben Pensionistenheime und zwei Krankenhäuser wurden neben zahlreichen Wohnhäusern und Wohnungen geräumt. Das Koblenzer Gefängnis und mehrere Hotels wurden ebenfalls evakuiert, Teile der Stadt für den Autoverkehr gesperrt